Kritisch melden sich die Jungen Liberalen (Julis) zu Wort, weil sie sich bei der Installation des städtischen WLAN-Netzes mehr Tempo erhofft hatten. Die Stadträte hätten sich bereits im November 2016 für das öffentliche WLAN entschieden, erinnert Tobias Lukoschek, der Juli-Kreisvorsitzende. "Nach mehr als einem Jahr der Lethargie" würden erst jetzt die ersten Hotspots installiert. Auch wenn das für den Forchheimer Wirtschaftsförderer Viktor Naumann "ein großer Wurf zu sein scheint", sei die Vorgehensweise beklagenswert, meint Lukoschek. Und begründet: "In Forchheim und Franken existiert mit Freifunk Franken eine lokale Community von freifunk.net." Während sich die Stadt nur um die City sorge, habe die Freifunk Community bereits mobilfunkschwache Regionen wie Serlbach und Drügendorf erschlossen. Tobias Lukoschek missfällt, dass dieser Umstand seit 2016 bis heute im Rathaus "trotz öffentlicher Kritik und den nachweislich sehr guten Erfahrungen der Städte Erlangen und Ebermannstadt keinerlei Gehör gefunden" habe.


Absichtlich verzögert?

So werde "jahrelanges, ehrenamtliches Engagement von der Stadt Forchheim weder honoriert noch gefördert. "Lieber schustert man einem regionalen Versorgungsunternehmen einen neuen Auftrag zu, als die Bürgerinnen und Bürger ganz im Sinne der Subsidiarität bei ihrem Wirken zu unterstützen." Der stellvertretende Kreisvorsitzende Philipp Schmalz stellt die Frage, ob sich die Stadtwerke und der Wirtschaftsförderer mit der Installation der Hotspots Zeit gelassen hätten, um "foOne", das neue Telekommunikationsangebot der Stadtwerke "großflächig vermarkten zu können"?