Donnerstag, 10 Uhr morgens: Eine ganz besondere Stimmung liegt in der Bundeshauptstadt in der Luft - es ist Kirchentag. Abertausende Christen strömen in Richtung Messegelände. Denn hier, auf dem Hauptveranstaltungsort des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentags, finden noch bis zum morgigen Sonntag die meisten Veranstaltung zu den Schwerpunkten Flucht und Migration, Zusammenhalt in Deutschland und Europa, religiöse Pluralität und Reformation statt.
Eine solche Großveranstaltung funktioniert nur mit den Händen vieler ehrenamtlicher Helfer. Und sechs Jugendliche der Evangelischen Jugend (Ejott) Coburg packen mittendrin mit an.
Diakonin Nicole Koch betreut die Jugendlichen, die während des Kirchentages im Tiergarten-Gymnasium untergebracht sind: "Auf diesem Kirchentag sind wir weniger Helfer als in den Jahren davor, umso mehr müssen wir heuer mithelfen." Und das machen die Jugendlichen gerne. Sie stehen vor den beiden Eingängen des Messegeländes und verteilen die kostenlose Kirchentagszeitung. Jeden Tag eine neue Ausgabe. "Wir sind quasi das Begrüßungskomitee", fügt Nicole Koch augenzwinkernd hinzu.
Meist dauert der Helferdienst einen halben Tag, dann ist Freizeit angesagt. Zum einen streifen die "Ejottler" dann über das Messegelände des Kirchentags, zum anderen bietet Berlin viele Ausflugsziele. Langeweile kommt auf dem Kirchentag jedenfalls nicht auf.
Auch hauptberufliche Mitarbeiter des evangelischen Dekanats Coburg sind auf dem Kirchentag dabei: Patricia Goldbach-Keim, Dekanatsfundraiserin, präsentiert dort das Projekt Arche2020, mit dem sie 2016 den Bayerischen Fundraisingpreis gewonnen hat. Die Arche wurde von Auszubildenden und ehrenamtlichen Helfern der Handwerksinnungen auf dem Gelände der evangelischen Jugendbildungsstätte Neukirchen gebaut. Und so repräsentiert dieses Projekt nun Coburg auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin. mg