Das Handy ist Kommunikationsmittel Nummer eins der meisten Jugendlichen - doch wie bewegt man sich verantwortungsvoll in den sogenannten neuen Medien? Dieser Frage gingen 15 Schüler des privaten Förderzentrums Fassoldshof auf den Grund. Kursleiterin Katharina Nierhoff erläuterte im Auftrag des JFF-Instituts für Medienpädagogik in einem Workshop gegen Extremismus und Rassismus in den sozialen Medien verschiedene Aspekte eines verantwortungsbewussten Umgangs. "Handys sind das Alltagsgerät unserer Schüler, und sie kommunizieren damit oft in einer äußerst unangemessenen Form", sagte Schulleiterin Claudia Bordfeld.Also wurden die Schüler im Alter zwischen 11 und 16 Jahren dahingehend sensibilisiert, was okay ist und was nicht. "Es war uns wichtig, den Schülern einen anderen Blick zu vermitteln", sagte Förderschullehrer Wolfgang Stadler, der die Klassen bei dem Projekt begleitete. "Die Schüler sollen erkennen, wenn etwas abwertend oder diskriminierend ist." Kursleiterin Nierhoff kam zu dem Schluss, dass die Teilnehmer durchaus gut zwischen einer Meinung und einer Beleidigung unterscheiden könnten, "sie beschäftigen sich aber im Alltag nicht viel damit."

Doch das gilt nicht für alle teilnehmenden Schüler. Den elfjährigen Cedric etwa, der Jüngste in der Schulungsgruppe, stört schon lange, was da oft im Internet verbreitet wird. Er ist hauptsächlich auf YouTube und mit Google unterwegs und weiß: "Es gibt zum Beispiel Videos, in denen Leute sich über Behinderte lustig machen und sie beleidigen." Das geht gar nicht, meint er, verteilt bei solchen Posts auch "Daumen runter" und kommentiert entsprechend.

In der praktischen Workshoparbeit, in der die Jugendlichen ein selbst ausgewähltes Thema fotografisch und filmisch umsetzten, entschied er sich daher auch für das Thema "Respekt". "Dieser Teil des Workshops hat mir am meisten Spaß gemacht, das Drehen, das Schneiden und Ausstatten mit Hashtags", schwärmte der junge Schüler, der sich durchaus vorstellen kann, einmal in diesem Bereich beruflich Fuß zu fassen.