Das Abenteuer "Oberliga Bayern" kann beginnt. Die jungen Tischtennisspielerinnen des TSV 1860 Bad Rodach stehen in den Startlöchern und können es kaum erwarten, wieder an den Platten zu stehen und um Punkte zu schmettern. Drei Nachwuchsspielerinnen im Alter zwischen elf und 14 Jahren treten zusammen mit erfahrenen Spielerinnen in Kooperation mit dem TSV Bad Königshofen erstmals in dieser spielstarken Liga an, die der Einstieg in die Bundesspielklassen ist.

Ziel des Fusionsvereins ist der Klassenerhalt - darüber sind sich alle Beteiligten vor dem ersten Punktspiel am Samstag ab 14 Uhr in Wiesenfeld einig. Aufgrund der gut einjährigen Wettkampfpause sammelten die Mädchen erst in den letzten Wochen wieder Wettkampfpraxis. Der Klub wird in dieser Serie mit Sicherheit eines der jüngsten Damenteams, die jemals in der Oberliga Bayern gespielt haben, an den Start bringen. Die Bad Königshofenerin Koharu Itagaki wird mit der fast gleichaltrigen Sophie Schirm (elf und zwölf) in der Oberliga zum Einsatz kommen. Ebenfalls werden Shinobu Itagaki und Manuela Bienek der Mannschaft mit ihrer Erfahrung zur Seite stehen.

Auch im Hinblick auf möglichen Ersatz sind die Thermalbadstädter mit Svenja Schirm, Valentina Tempcke, Theresa Aman und Lena Görs bester Dinge. Diese Spielerinnen wollen sich in der 2. Damenmannschaft kontinuierlich verbessern und sich für höhere Aufgaben anbieten.

Das Team soll befreit aufspielen

Doch TSV-Vorstandsmitglied Norbert Thumser will vor allem den Druck von den sicher am Samstag sehr nervös auftretenden Spielerinnen nehmen: "Unsere Mannschaft hat Respekt vor der neuen Herausforderung in der Oberliga Bayern. Neue Mannschaften, neue Gegner und die mangelnde Spielpraxis durch Corona und den daraus resultierenden Saisonabbruch machen es unseren Spielerinnen nicht gerade leicht. Das Potenzial ist sicher vorhanden, aber auch Nervosität macht sich gerade bei den jungen Spielerinnen schon im Vorfeld bemerkbar. Die Mädels abzulenken, damit sie ihren Kopf freibringen, ist jetzt für uns Verantwortliche ein Hauptthema. Unsere Mädchen sollen sich nicht zu sehr selbst unter Druck setzen. Deshalb gilt: erst einmal spielen, spielen und nochmals spielen, um Erfahrungen zu sammeln. Wir stehen auf jeden Fall hinter unserer Mannschaft. Sieg oder Niederlage stehen erst an zweiter Stelle."

Das Training

Koharu und ihre Mutter Shinobu Itagaki, die ebenfalls im Aufgebot der Bad Rodacher steht, trainieren in Bad Königshofen, wo auch ein Stützpunkt des Bayerischen Tischtennis-Verbandes (BTTV) ist. Der Bad Königshofener Cheftrainer Koji Itagaki (Trainer der Herren-Bundesliga-Mannschaft) und Oleksie Mesich organisieren den Trainingsbetrieb. Sophie und Svenja Schirm trainieren ebenfalls regelmäßig in Bad Königshofen, aber auch mehrmals in der Woche in Rodach in der Gerold-Strobel-Halle oder in der Bayernhalle. Dort stehen sie unter den Fittichen von Manuela Bienek. Regelmäßig findet außerdem ein Training mit BTTV-Verbandstrainer Cornel Borsos in Bad Königshofen statt. Dazu kommt das Training für alle Kooperationsspielerinnen der Bad Rodacher Damenmannschaften unter Oleksie Mesich.

Die Fusion

Im Februar 2020 unterhielten sich die Verantwortlichen beider Vereine zum ersten Mal über eine mögliche Kooperation. Schnell wurde für alle Beteiligten klar, dass dies nur eine Win-win-Situation werden kann. ct