Die Universität Bayreuth hilft anlässlich des Festjahres "1700 Jahre lebendige jüdische Tradition in Deutschland" mit einem reichhaltigen Programm beim Erinnern und Füllen von Wissenslücken. In sechs Vorträgen würdigen Bayreuther Wissenschaftler jüdische Forscherpersönlichkeiten. Im Zentrum stehen Wissenschaftler, die mit ihrem Denken und Wirken die jeweilige Fachrichtung nachhaltig geprägt haben.

Bei der Auftaktveranstaltung der Ringvorlesungen referiert am morgigen Donnerstag um 18 Uhr Professor Tim Schanetzky über "Wirtschaft, Krise, Populismus: Hans Rosenberg und die Modernisierung der Geschichtsschreibung". Wirtschaftskrisen begünstigen Populisten, das erlebte Hans Rosenberg in den frühen 1930er Jahren. Hitlers Aufstieg und die Massenarmut ließen ihn nach Zusammenhängen zwischen Wirtschaftsentwicklung und Politik fragen. Von den Nazis in die Emigration gezwungen, dauerte es drei Jahrzehnte, bis eine neue Generation von Historikern seine Überlegungen populär machte.

Eine Anmeldung ist für diesen gebührenfreien Vortrag nicht erforderlich. Der Zugang erfolgt über den Link https://uni-bayreuth.zoom.us. Im Anschluss an den Kurzvortrag (45 Minuten) haben die am Veranstaltungstag Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Vorträge, die bis auf weiteres digital stattfinden, sind auch im Nachhinein als Mitschnitt abrufbar. Nähere Informationen und das Gesamtprogramm anlässlich des Festjahres sind unter www.juedisches-leben.uni-bayreuth.de abrufbar. Weitere Termine sind am 10. und 17. Juni sowie am 1., 15. und 29. Juli. red