Viele Gäste folgten der Einladung der IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) zum Ehrungsabend in den Gasthof "Zur schönen Schnitterin" in Romansthal. Franz Peter Sichler vom Landesverband Bayern ging zuerst auf die Ereignisse in der Welt derjenigen Jahre ein, in die die Jubilare jeweils in die Gewerkschaft eintraten. So wurde z.B. vor 60 Jahren Fidel Castro zum Präsident gewählt, und Dwight D. Eisenhower besuchte als erster US-Präsident die Bundesrepublik Deutschland. Vor 50 Jahren wurde Willy Brand zum Bundeskanzler gewählt, vor 40 Jahren wurde Mutter Theresa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, und vor 25 Jahren wurde von der Bundesregierung die Einführung der Pflegeversicherung beschlossen.

Sichler stellte die Frage, ob man eigentlich noch die Gewerkschaften brauche? Seine Antwort: Man brauche sie genauso dringend wie vor Jahren. Ohne Gewerkschaften hätten die Beschäftigten das Erreichte in wenigen Jahren verloren, stellte Sichler fest. Tatsache sei, das 90 Prozent der Arbeitnehmer der Meinung seien, dass Gewerkschaften notwendig sind. Jeder müsse sich entscheiden, ob er sich in der Gesellschaft Gemeinschaftsaufgaben stelle oder nicht.

Sichler dankte Hans Kinscher und Roland Starke, die nicht nur Mitglieder waren, sondern an vorderster Front in ihren Betrieben als Gewerkschaftsvorsitzende engagiert waren. Wer lange Jahre der Gewerkschaft angehöre, habe sich um die Gesellschaft verdient gemacht.

Für 25 Jahre wurden geehrt: Josefine Aumüller (Kaiser Porzellan), Claudia Burgis und Birgit Hein (beide Smia Michelau, früher Scherer & Trier) und Arthur Schmitt; für 40 Jahre Stefan Burgis, Silvia Groh (Kaiser Porzellan), Reiner Griebel (Smia Michelau), Werner Staeblein (Veenendaal); für 50 Jahre: Wolfgang Gawantka (Kaiser Porzellan), Hans Kinscher, (Smia Michelau) und für 60 Jahre: Roland Starke (Kaiser Porzellan) Hartmut Klamm