Zwölf Jubilare, die das 40., 50., 60. oder 70. Jubiläum ihrer feierlichen Erstkommunion begingen, zogen unlängst gemeinsam in die Kirche St. Josef in Weisendorf ein. Besonders durch die feierlichen Orgelklänge zum Einzug herrschte eine festliche Stimmung in der Kirche, auch wenn coronabedingt nicht so viele Besucher den Gottesdienst mitfeiern konnten. Am Taufstein brannten die Kommunionkerzen als ein Zeichen der Erneuerung und Bekräftigung der Taufe und Erstkommunion.

Pfarrer Johannes Saffer ging in seiner Predigt auf die Bedeutung des Gleichnisses der Arbeiter im Weinberg ein. Wie könne es sein, dass Gott alle gleich behandelt - ob sie nun den ganzen Tag oder nur eine Stunde im "Weinberg des Herrn" gearbeitet haben - ist das nicht ungerecht? Doch Jesus ging es nicht um faul oder fleißig, sondern darum, dass alle mitarbeiten wollten und eben nur zu unterschiedlichen Tageszeiten am Marktplatz angeworben wurden, wie es im Gleichnis heißt.

Die Gemeinschaft genießen

Jesus komme es auf den guten Willen jedes Einzelnen an und nicht darauf, ob genug getan wurde. Pfarrer Saffer führte aus, dass es nicht darum gehe, auf die anderen nach deren Leistung und Verdienst zu schauen, sondern sich zu beteiligen und die Gemeinschaft zu genießen. Damit schloss er wieder den Bogen zur Jubelkommunion, denn Kommunion bedeute Gemeinschaft und immer wieder die Erneuerung der Zugehörigkeit zu Gott und der Gemeinschaft in der Kirche.

Zu den festlichen Orgelklängen von Händels "Hallelujah" zogen die Jubilare am Ende nacheinander aus der Kirche aus.

Sandra Ebersberger