Es ist 6 Uhr früh am Morgen des Ostersonntags, gerade vier Stunden sind seit der Zeitumstellung vergangen. Es beginnt die Auferstehungsfeier in der St.-Martinskirche, als der Zelebrant der Messe, Joachim Kügler, mit Ministranten und Kantor Valentin Schmidt die gesegnete Osterkerze in die Mitte des Altarraumes stellt. Sie ist die einzige Lichtquelle, die das dunkle Gotteshaus erhellt.
Eine heimelige Stimmung verbreitet sich unter der überschaubaren Anzahl der Besucher, die zur Morgenfeier gekommen waren. Es folgen die Lesungen nach der Liturgie und das "Exultet", das gesungene Osterlob im Schein der entzündeten Kerzen. Als nach dem "Gloria" die Orgel anstimmt, kommt bei den Kirchenbesuchern große Freude auf beim Lied "Das neue Morgenrot erglüht, der Jubel durch die Lüfte zieht" angesichts des auferstandenen Christus.
Joachim Kügler stellt in seiner Predigt fest, da Weihnachten eine solche Wucht darstelle, sei das Osterfest etwas in den Hintergrund geraten. Dabei sei gerade die Auferstehung die Wurzel und das Geheimnis unseres Lebens. Die Einladung im Glauben, das Geschehen um den Auferstandenen zu begreifen, das vom Dunkel ins Licht, vom Tod zu neuem Leben führe. "Das ist die Frohe Botschaft, die den Christen neuen Zugang zu einem festen Glauben eröffnet."
Im Anschluss segnet Kügler die neben dem leeren Grab des auferstandenen Christus abgelegte Speisen und lädt zum Osterfrühstück in das Pfarrzentrum ein. Einen frommen Gedanken sieht Kügler darin, wenn Pfarrangehörige miteinander speisen. Ein Novum in der Geschichte der Pfarrei, denn erstmals kommt auf Initiative des Geistlichen die Auferstehungsfeier und das folgende Frühstück zustande. Von der Idee sind auch Pfarrgemeinderat und der Missionskreis angetan, die für Vorbereitung im Pfarrzentrum verantwortlich zeichneten. elu