Bäume haben es in Zeiten des Klimawandels schwer. Hitze und Trockenheit machen ihnen zu schaffen. "Unsere Leute sind momentan an vielen Fronten im Einsatz", berichtet Erich Daum von den Bayerischen Staatsforsten. Durch den Borkenkäfer gebe es viel Schadholz, doch nun ist ein neuer Baum auf dem Markt, von dem sich der Förster einiges verspricht: die Robinie. Der Baum stammt aus Nordamerika, wächst vor allem in den ersten Jahren sehr schnell und wird auch oft als "Falsche Akazie" bezeichnet. "Sie kommen sehr gut mit dem Boden hier zurecht", erklärt Daum. In der Nähe von Adelsdorf hat die ortsansässige Junge Union (JU) am Samstag 2020 Stück davon in einem Staatswald eingepflanzt - passend zur aktuellen Jahreszahl, denn die Robinie ist Baum des Jahres.

Esskastanien "vergriffen"

Eigentlich wollte die Partei Esskastanien einpflanzen, doch da gab es ein Problem. "Der deutsche Markt ist komplett leergefegt", berichtete Biggi Müller. Rund 30 Helfer pflanzten am Samstagmorgen die Robinien auf etwa einem Hektar Wald ein. Das Geld dafür stammt aus der Christbaumaktion, die die JU jedes Jahr durchführt. Dabei sammeln die Helfer die ausgedienten Weihnachtsbäume ein und wünschen sich dafür eine kleine Spende.

So kamen 1650 Euro zusammen, die Landschaftsgärtner Michael Großkopf noch zu zwei weiteren, größeren Robinien ergänzte. Drei Meter hoch sind sie und wurden am Samstagnachmittag im Wohngebiet "Seeside" gepflanzt.

Nico Kauper, Vorsitzender der JU in Adelsdorf, hat auch schon Ideen fürs kommende Jahr. Das gesammelte Geld aus der Christbaumaktion ging in den letzten Jahren an Kindergärten, die Feuerwehr oder andere gemeinnützige Zwecke.

Im kommenden Jahr könnte Kauper sich aber statt so einer Einrichtung auch die Unterstützung zur Anlage einer Streuobstwiese der Laufer Mühle vorstellen. Ob die Christbaumaktion aber wieder eine Rekordsumme wie 2020 abwirft, wird sich erst zeigen müssen.