Die Forchheimer Jusos werfen der Jungen Union (JU) die Verbreitung von Falschbehauptungen vor. Grund dafür sind Äußerungen eines Vertreters der Jungen Union, der seinerseits Uwe Kirschstein vorgeworfen hatte, wegen seiner Nichtteilnahme an der Studie "Covid Kids Bavaria" den Ausbau von Testkapazitäten zu verhindern und die Gesundheit der Bevölkerung zu gefährden. Den Jusos ist kein Anlass bekannt, der die Aussage begründet, dass Kirschstein gegen den Ausbau von Testkapazitäten sei. Einfluss auf die Testkapazitäten haben schließlich vor allem Labors, Arztpraxen und Pharmahersteller. Die Jusos fordern daher eine Richtigstellung von der Jungen Union oder zumindest eine vernünftige Begründung dieser Aussage.

Juso-Vorsitzender Paul Wichtermann führt auch Kritik an einem weiteren Argument an: "Anlasslose Testung, wie sie die JU offenbar als Maßnahme zur Pandemiebekämpfung und Schutz gegen das Virus hinstellt, kann sogar kontraproduktiv wirken. Aber in einigen Regionen sind die Labors jetzt schon am Anschlag und die Auswertung verzögert sich. Auch droht ein Engpass an Testreagenzien, sodass Testkapazitäten nicht beliebig erhöht werden können. Daher sollen vor allem Fälle mit Corona-Verdacht oder Kontaktpersonen getestet werden, um eine zügige Rückverfolgung zu ermöglichen. Bei der Durchführung einer wissenschaftlichen Studie besteht natürlich ein Mehrwert, der eine Ausnahme rechtfertigt, weil die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung untersucht wird. Um unentdeckte Fälle zu finden und die Oma des Kleinkindes vor einer Infektion zu schützen, ist anlassloses Testen aber nicht geeignet." red