Den 90. Geburtstag feierte Josef Zipfel im Rauhen-ebracher Gemeindeteil Geusfeld am Sonntag im Kreise seiner Familie und Verwandten. Josef Zipfel ist gebürtiger Geusfelder und wuchs in dem - inzwischen neu eröffneten - Gebäude des Kindergartens in Geusfeld auf. Acht Jahre ging er in Geusfeld in die Schule, dann lernte er das Zimmermann-Handwerk und ging in die Berufsschule nach Gerolzhofen. Die Lehre hatte er beendet, da musste er zum Reichsarbeitsdienst und danach zur Kriegsmarine. So lernte der Steigerwälder Holland, Wangerooge, die Nordsee und später auch Südfrankreich kennen. Im Mittelmeer wurde er als Minenleger ausgebildet und schließlich geriet er in Kriegsgefangenschaft in Südfrankreich. 1948 kam er weitgehend gesund und unverletzt - aber stark abgemagert - wieder nach Hause.
Josef Zipfel nahm seinen Beruf als Zimmermann wieder auf und legte 1952 die Meisterprüfung ab. Danach übernahm er den Betrieb von seinem Vater.
Die Zimmerei hat er erweitert und 1955 ein Sägewerk dazu gebaut. 1957 heiratete er seine Ehefrau Margarete, eine geborene Burger, in Geusfeld. Das Paar zog eine Tochter und einen Sohn groß. Seit einigen Jahren ist der Jubilar nun in Rente. Um die Zimmerei kümmern sich inzwischen Sohn Dietmar und Enkel Dominik.
Mit seinen 90 Jahren ist Josef Zipfel bei guter Gesundheit und sehr rüstig. Er hilft täglich im Betrieb mit und liest jeden Tag ausgiebig die Tageszeitung. Josef Zipfel schaut auch regelmäßig die Tagesschau und interessiert sich für politische Ereignisse in der Welt und in seiner Umgebung. An den Sonntagen geht er zum Gottesdienst. Zum 90. Geburtstag gratulierten Sohn und Tochter, die fünf Enkelkinder sowie die vier Urenkel. In die Gratulantenschar reihte sich Bürgermeister Matthias Bäuerlein ein, der im Namen der Gemeinde Rauhenebrach alles Gute wünschte; für den Landkreis Haßberge gratulierte der stellvertretende Landrat Oskar Ebert, und die Segenswünsche der Pfarreiengemeinschaft Heilig Geist Rauhenebrach überbrachte Pfarrer Kurt Wolf.