Der Ars-legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften in der Kategorie Biowissenschaften wurde in Berlin an Prof. Dr. Jorge Groß von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg vergeben. Die Jury würdigt damit sein ausgesprochen vielfältiges methodisches Repertoire und die zahlreichen Angebote, mit denen er auch Zielgruppen außerhalb der Hochschule erreicht. An einer Universität ohne naturwissenschaftlichen Fachbereich macht er die Ausbildung von Biologielehrern überhaupt erst möglich.
Der bundesweit einzige Preis für gute Lehre in den Naturwissenschaften wird in den Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik vergeben. Er ist mit je 5000 Euro dotiert. Mit Jorge Groß, der Didaktik der Naturwissenschaften an der Uni Bamberg lehrt, geht die hoch angesehene Auszeichnung erstmals an einen Wissenschaftler aus Bamberg. Und noch aus einem weiteren Grund ist seine Wahl eine besondere: Bislang hat noch nie ein speziell für die Lehramtsausbildung zuständiger Fachdidaktiker den Ars-legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften erhalten.Die Jury würdigte insbesondere die umfassende Neustrukturierung des Lehrprogramms durch Jorge Groß in enger Anlehnung an den schulischen Lehrplan. Dadurch sei es ihm gelungen, dem Bamberger Lehramts-Studiengang Biologie ein neues Profil zu geben. Qualität und Attraktivität des neu gestalteten Studienangebotes fänden ihren Niederschlag in positiven Evaluationsergebnissen und steigenden Studierendenzahlen. Groß verfolgt konsequent eine kompetenzorientierte Lehre, in der Studierende ihren eigenen Lernprozess mitgestalten können. Ohne die klassischen Methoden wie Experimente oder Exkursionen zu vernachlässigen arbeitet er mit Tablets, Smartphones und anderen digitalen Instrumenten. Jorge Groß hat den Aufbau des Bamberger GreenLabs initiiert, in dem Studierende abwechselnd in die Rolle des Lehrenden und Lernenden springen. red