Die baye-rischen Jahrgangs- und Juniorenmeisterschaften auf der 50-Meter-Bahn in Regensburg markierten für die Leistungsabteilung der SG Haßberge den Schlusspunkt einer erfolgreich verlaufenen Schwimmsaison. Die sich seit Monaten in einer herausragenden Form befindliche Johanna Strobel setzte dabei mit ihrem Vizemeistertitel über die 200 m Brust ein weiteres Ausrufezeichen.
Einen ersten Erfolg gab es dabei schon vor dem eigentlichen Wettbewerb zu vermelden: Waren es in den vergangenen Jahren zumeist Einzelstarter, die sich auf den Weg zu bayerischen Meisterschaften machten, reiste die SG Haßberge diesmal mit einem kleinen Team, bestehend aus Lena Roth (Jahrgang 2003), Johanna Strobel (2005) und Jonathan Bischoff (2000) an. Während Bischoff bereits zum wiederholten Male bei einer überregionalen Meisterschaft an den Start ging, feierten Roth und Strobel jeweils ihre Premieren. Dementsprechend groß waren bei ihnen sowohl die Anspannung als auch die Vorfreude, als sie sich mit ihren Eltern sowie ihrer Trainerin Christina Werner auf den Weg in die Oberpfalz machten.
Im "Regensburger Westbad" trafen die heimischen Schwimmer auf die großen Talente aus dem gesamten bayerischen Raum, die wie sie selbst in den vorangegangenen Wettkämpfen der Saison die anspruchsvollen Pflichtzeiten erfüllt hatten. Schon bei der ersten Besichtigung der Wettkampfstätte und erst recht beim Einschwimmen wurde klar, dass es hier zu einem Kräftemessen auf höchstem Niveau kommen würde.
Lena Roth hatte im Vorfeld vor allem auf die für sie äußerst erfolgreich verlaufenen Bezirksmeisterschaften in Lohr hingearbeitet und konnte bei ihren beiden Starts über die 50 und 100 m Freistil mit Zeiten von 31,19 Sek. bzw. 1:09,03 Min. nicht ganz an ihre bisher geschwommenen Zeiten anknüpfen. Am Ende belegte sie damit in dem hochklassig besetzten Feld den 32. bzw. 40. Platz. Sehr schnell stand jedoch für sie der Entschluss fest, in der kommenden Saison nachzulegen und eine deutlich bessere Platzierung anzustreben.


Bischoff zweimal Siebter

Jonathan Bischoff belegte in 33,05 Sek. über die 50 m Brust sowie einer Zeit von 1:14,06 über die 100 m Brust jeweils den siebten Platz. Auch er konnte seine Meldezeiten nicht ganz erfüllen, sonst wäre ihm - bei aller Zufriedenheit über die erreichten Platzierungen - gar der Sprung in die Medaillenränge möglich gewesen. Mit einer Zeit von 27,05 Sek. bestätigte er seine Meldezeit über die 50 m Freistil, was für ihn am Ende Platz 14 bedeutete.
Mit Johanna Strobel war es der zweite Neuling im kleinen Wettkampfteam aus den Haßbergen, der die Konkurrenz aufhorchen ließ. Mit einer Meldezeit von 3:05,00 Min. über die 200-m-Bruststrecke war sie vor dem Rennen auf Platz 4 gelistet. Aufgrund der geringen Zeitabstände spekulierten aber alle insgeheim auf die Bronzemedaille. Vom Start weg legte Strobel dann eine hohes Tempo vor und unterbot bei jeder Zwischenzeit ihre bisherigen Bestmarken. In einem äußerst engen Schlussspurt mobilisierte sie noch einmal die letzten Kraftreserven und schlug in einer neuen persönlichen Bestzeit von 3:02,56 Min. an. Der Jubel kannte dann keine Grenzen, als sie mit dieser Zeit als neue Vizemeisterin auf der Anzeigetafel erschien. Das ganze Team freute sich anschließend mit ihr, als sie ihre erste Medaille bei einer bayerischen Meisterschaft in Empfang nehmen durfte.
Beinahe hätte es auch noch zu einer weiteren Medaille gereicht, als sie mit 1:25,53 Min. auch über die 100 m Brust ihre bisherige Bestmarke toppte. Mit Rang 5 zeigte Johanna Strobel, dass man mit ihr in den kommenden Jahren rechnen muss. az