Weitramsdorf — Es bedurfte langjähriger Planungen und reiflicher Überlegungen zu Finanzen, Platz und Umwelt, bevor die moderne Kläranlage des "Naturfreunde-Domizils" an den Weitramsdorfer Hofmannsteichen ihre Feuertaufe bestand.
Der Vorsitzende der Ortsgruppe Coburg/Weitramsdorf, Walter Lenich, begrüßte die Gäste in der grünen Idylle von Teich-und Gebäudeanlagen allen voran Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer. Er war es nämlich, der immer wieder darauf drängte, die bestehende Kläranlage zu modernisieren.
Gab es etwa ab der Jahrtausendwende schon Überlegungen, Fäkalien durch Anschluss an die Weitramsdorfer Kläranlage in Neundorf zu entsorgen, so wurde bald klar, die Leitungsstrecke bis zum Schlettacher Kanal würde den Kostenrahmen sprengen. Auch die Variante, ein Segment des vorhandenen Naturteichs für biologischen Abbau der Schmutzstoffe zu nutzen, hätte nicht dem Charakter eines Erholungsgebietes entsprochen.
Als optimale Lösung bot sich letztlich an, das existierende Dreikammersystem durch eine vollbiologische Kleinkläranlage mit Schlamm-Kompostiersystem zu ersetzen.
Finanziell kamen den "Naturfreunden" letztendlich Zuwendungen der Stadt, des Landkreises, der Gemeinde Weitramsdorf, des Freistaats Bayern, sowie freiwillige Arbeitsstunden der Mitglieder zu Passe, so dass die in einem sechsstelligen Bereich liegende Klärvariante die Betreiber des Naturfreundehauses nur mit einer niedrigen, vierstelligen Summe belastete, wie es hieß.
Auch der auf Jahresende 2014 gesetzlich fixierte Bauabschluss wurde präzise eingehalten. Wurde am 13. Oktober 2014 begonnen, so erteilte das Landratsamt schon am 7. November die Nutzungserlaubnis.
Walter Lenich, und sein Stellvertreter Dieter Jung überreichten den Festgästen als Dank handgemalte Bleistiftzeichnungen der Erholungsanlage, Bürgermeister Wolfgang Bauersachs versicherte obendrein dieses Wald-Kleinod in Kürze in die kommunale Homepage aufnehmen zu lassen, um weit über das Lokale hinaus darauf aufmerksam zu machen.