Als letzte Gebietskörperschaft hat der Landkreis Schweinfurt sein Jawort gegeben für ein gemeinsames Hospiz- und Palliativnetzwerk Schweinfurt-Bad Kissingen. Einstimmig votierte der Kreisausschuss für den Beitritt. Wie Sozialamtsleiter Werner Kaffer erläuterte, sollen vor allem in ländlichen Regionen das Angebot an Hospizen und Palliativmedizin ausgebaut werden. Dass der Bedarf vorhanden ist, zeige die Statistik, wonach sich in Deutschland die Zahl dieser Einrichtungen in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht hat. Unter Federführung der Hospizvereine Bad Kissingen und Schweinfurt haben sich die Landkreise Bad Kissingen und Schweinfurt sowie die Stadt Schweinfurt nun zusammengetan.
Laut Werner Kaffer gibt es in Schweinfurt zwar eine Palliativversorgung, aber kein Hospiz. Die Inhalte des Projekts sollen jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Das Netzwerk soll von einer Person in geringfügiger Beschäftigung koordiniert werden, was den finanziellen Aufwand in Grenzen hält, den in den ersten drei Jahren der Freistaat übernimmt.
Läuft diese Anschubfinanzierung aus, rechnet Kaffer mit einem Kostenanteil des Landkreises von 3000 Euro im Jahr zum Defizitausgleich. Bereits jetzt zahlt er einen Sachkostenzuschuss von 1500 Euro. mjs