Dass bei der Lebenshilfe viel los ist, erfuhren die Besucher der Jahresversammlung am Freitag. In ihrem Rückblick berichteten Isabell Kuhn und Martha Miener von zahlreichen Aktionen mit ihren Kindern. Dank der "I have a dream"-Gruppe aus Kirchlauter, die im Edeka-Markt in Ebern eine Sammelbox für Pfandbons, die sogenannte "Pfandtastisch"-Aktion, zugunsten der Lebenshilfe Ebern aufgehängt haben, sind sogar weitere Ausflüge möglich.
So fuhren die Kinder der Lebenshilfe zusammen mit den Vorschul-Kindern des städtischen Kindergartens Regenbogen zur Theaterwerkstatt nach Haßfurt und im Sommerferienprogramm der Eberner Vereine boten sie eine Lama-Wanderung an, die gerne angenommen wurde.
Zudem engagiert sich die Lebenshilfe im täglichen Miteinander mit den anderen Schulen und Senioren, um Vorurteile abzubauen und ein gelebtes Miteinander zu schaffen.
Im letzten Jahr beschäftigte die sinkende Schülerzahl die Einrichtung, wie Geschäftsführerin Rachilde Neugebauer in ihrem Bericht deutlich werden ließ. "Wir hatten nie die Absicht, Kritik an der pädagogischen Arbeit zu äußern, ganz im Gegenteil", machte sie deutlich, was die Lebenshilfe-Leitung dazu bewogen hatte, die Mitarbeiter-Verträge in sogenannte Flexi-Verträge umzuwandeln.


Sch ülerzahlen sinken

Das Problem seien die sinkenden Schülerzahlen gewesen, durch die ein immer größeres Defizit aufgelaufen war. Da die Einrichtung auch weiterhin in Ebern bleiben soll, war es nötig, den finanziellen Verlust möglichst gering zu halten, was durch die Einführung der neuen Verträge gelungen sei.
Nun decken die Einnahmen, vor allem dank der zahlreichen Spenden aus der Bevölkerung, wieder die Ausgaben. Aber auch die Sparsamkeit des Personals trägt ihr Scherflein dazu bei.
Und wenn, wie im letzten Schuljahr, wieder mehr Kinder in der Lebenshilfe in die Schule gehen, können die Verträge auch wieder aufgestockt werden. Doch für das kommende Schuljahr werden voraussichtlich die Zahlen wieder sinken.
In ihrem Ausblick auf das Jahr 2018 wies Rachilde Neugebauer auf zwei wichtige Daten hin. Zum einen stehen wieder Neuwahlen auf dem Programm, wobei sie selbst ihr Amt als langjährige Geschäftsführerin niederlegen und nicht mehr zur Wahl stehen wird.
Damit ist ein großer Umbruch in der Lebenshilfe vorgezeichnet. Zum anderen steht im Dezember 2018 der 50. Geburtstag der Eberner Einrichtung an.
Vorsitzender Dr. Hans-Werner Steger kündigte aber an, dass die eigentlichen Feierlichkeiten voraussichtlich im Frühling 2019 stattfinden werden. "Unser eigentliches Gründungsdatum, der 19. Dezember, ist dafür einfach zu kurz vor Weihnachten."
Langjähriges Engagement gehört bei der Lebenshilfe in Ebern zum Alltag. Wer sich einmal dafür entschieden hat, sich bei der Lebenshilfe zu engagieren, der hält durch die positiven Erlebnisse lange bei der Stange.
Das wurde auch am Freitag wieder deutlich, als sich der Vorsitzende bei Marita Weidner für 35 Jahre Engagement in der Vorstandschaft bedankte. "Alleine 21 Jahre war sie Schriftführerin gewesen, und wer mal in die alten Protokollbücher schaut, sieht, was das für eine Arbeit war, alles noch handschriftlich" erzählte er.
Seit 2006 hat Marita Weidner das Amt der Schriftführerin abgegeben und ist als Beisitzerin das Sprachrohr der Schule und der pädagogischen Seite bei den Vorstandssitzungen. "Man merkt, dass mit viel Mühe und Herzblut gearbeitet wird", bedankte sich Dr. Steger bei der versammelten Mannschaft. "Es ist einmalig und hervorragend, was hier läuft."