Vier Wochen lang zierten 60 Bäumchen bei der Hammelburger Waldweihnacht die Straßen der Stadt und stehen nun hübsch geschmückt als Christbäume in den Wohnungen. Seit rund 15 Jahren stellt der Verein für Wirtschaft und Stadtmarketing, VWS, in verschiedenen Kontexten die Bäumchen auf. Mal ein Wettbewerb um den am schönsten geschmückten Baum oder ein Rätselspiel. Seit 2010 wird der Altstadt-Advent in Hammelburg veranstaltet und zu diesem Event wurde die Waldweihnacht eingeführt. Wie zu vielen Veranstaltungen des VWS war Dieter Hohmann, Inhaber "Sport-Hohmann", Kissinger Straße, eine treibende Kraft.

Vor vier Jahren fand Kathrin Sell, Inhaberin "Florale Werkstatt", Kissinger Straße, dass es viel zu schade sei, die Bäumchen nach dem Advent einfach so zu entsorgen. Schließlich handelt es sich um Nordmanntannen aus dem Spessart. Finanziert werden die Bäume aus dem Budget des VWS welches sich Maßgeblich aus den Mitgliederbeiträgen ergibt. Sell hatte die Idee diese Bäumchen zu verkaufen und den Erlös zu spenden.

Neue Regelung musste her

In diesem Ausnahmejahr musste eine neue Regelung her, um den Sicherheitsabstand zu wahren und um Gedränge zu vermeiden. Julia Keidel ist Neumitglied und Beisitzerin im VWS. Sie kennzeichnete jedes Bäumchen mit einer Nummer und stellte diese online auf www.Mainlokalshop.de/tannenbaum .

Anhand der Nummer konnten Interessenten ihren Baum aussuchen und online reservieren. Für zehn oder 15 Euro frei Haus, fanden die knapp 60 Bäume schnell Abnehmer. Frank Sell packte kräftig mit an und lieferte die Bäume aus. Für die ausgebüxten Bäume konnte Ersatz bereitgestellt werden und so erhielten alle Käufer einen Baum. Jetzt warten die hölzernen Baumständer im Lager auf ihren nächsten Einsatz.

Walter Schneider ist mit viel Herzblut dabei. Für diese Aktion setzte sich Walter Schneider mit vollem Einsatz ein die ohne ihn so nicht möglich wäre. Er übernahm den Einkauf der Bäume und organisierte die Aufstellung und Verteilung mit Unterstützung der Feuerwehr Hammelburg. Nach dem Ende der Waldweihnacht sammelte Schneider die Bäume ein und bringt sie zum Marktplatz, wo am letzten Samstag vor Weihnachten die Bäume verkauft werden. Das war stets ein lustiges Treiben. Jeder wollte den schönsten Baum oder der Baum war zu groß für den Transport im Pkw. Der Erlös wurde immer gespendet (Feuerwehr, Bürgerbus). Welcher Institution der Erlös des Verkaufs in diesem Jahr zu Gute kommt, wird noch entschieden. Walter Schneider: "Diese Aktion ist wirklich ein Kraftakt der mir viel Freude bereitet. Ohne Kathrin und Frank Sell sowie Julia Keidel im Team, wäre mir das nicht möglich. Danke", sagt Schneider. hvb