Handballprofi Jakob Knauer ist nicht so leicht unterzukriegen. Der 22-jährige Linkshänder des Erstligisten HSC 2000 Coburg, der als "Pechvogel der Saison" bezeichnet werden muss, wurde erfolgreich an seiner gerissenen Achillesferse operiert.

Der Eingriff am lädierten rechten Bein erfolgte in der Schönklinik in München und wurde von Prof. Dr. Markus Walther vorgenommen. "Die Operation ist auch nach Plan verlaufen. Ich bin sehr zufrieden", sagt der Neustadter, der im Jugend-Internat der Berliner Füchse das Handballspielen auf hohem Niveau lernte. Als Lokalmatador gelang ihm danach mit seinem Heimatklub der Sprung in die 1. Bundesliga und er zählt bei den Veste­städtern zu den festen Größen im Team.

Trotz bzw. gerade wegen seiner schweren Verletzungen, die er sich alle drei in Punktspielen für die "Gelb-Schwarzen" zuzog, stärken ihm die Verantwortlichen immer wieder den Rücken und haben ihm jede Unterstützung zugesagt. Knauer spielt weiter eine entscheidende Rolle in den Kaderplanungen des HSC, der künftig wohl in der 2. Bundesliga auf Torejagd gehen muss.

Lange Leidenszeit nach drei Operation

Die Leidenszeit des jungen Mannes aus der Bayerischen Puppenstadt war zuletzt, und ist auch momentan lang. Nach zwei Operationen an der Schulter seines linken Wurfarmes war die Fuß-OP nun bereits der dritte größere Eingriff binnen zwei Jahren. Der Heilungsprozess bei derartigen Verletzungen an der Achillesferse dauert im Normalfall zwischen sieben und neun Monaten. Doch der ehrgeizige Vollblut-Sportler bleibt optimistisch und war zuletzt sehr stolz auf seine Teamkollegen. Diese überraschten Knauer am Sonntag mit einer außergewöhnlichen Aktion: "Ich habe von der T-Shirt-Aktion im Vorfeld nichts mitbekommen, deswegen habe ich mich umso mehr darüber gefreut. Das war wirklich eine Überraschung, auf einmal jeden in der Halle mit dem T-Shirt zu sehen. Das zeigt, was wir für ein tolles Team sind. Jeder steht für den anderen ein", kommentiert er die Idee seiner Mitspieler.

Billek, Varvne & Co. wärmten sich vor dem Spiel gegen die SG Flensburg-Handewitt (25:29) in der HUK-Arena nicht nur im extra angefertigten schwarzen T-Shirt mit Knauers Rückennummer 25 ("Come back") auf, sondern stellten sich nach der Partie auch mit ihrem derzeit noch an Krücken gehenden und einen Spezialschuh tragenden Teamkollegen zu einem Erinnerungsfoto vor das Tor. Immer, wenn er auf dieses Bild schaut, soll er Mut schöpfen und motivierend an seinem erneuten Comeback arbeiten.