Anton Beßlein wurde vor kurzem für 60 Jahre Chorgesang ausgezeichnet. Davon leitete er 40 Jahre den Kirchenchor. Wenn man sich mit dem bescheidenen Chorexperten unterhält und dieser in Erinnerung schwelgt, weiß man, welch hohen Stellenwert das Singen bei ihm hat.

Gesang hat hohen Stellenwert

Es sei damals eine Ehre gewesen, Mitglied des Kirchenchores werden zu dürfen, erinnert sich Beßlein. Geleitet wurde der Chor von Schwester Gislaria (Orgel) und Schwester Juliana (Dirigentin). Auch dem weltlichen "Sängerkranz" hatte sich der junge Mann bald angeschlossen. Es folgten eine Weiterbildung und Chorleiterlehrgänge. Als Georg Fiedler, der Nachfolger der Schwestern als Kirchenchorleiter, auf den Weg zu einer Probe an einem Herzinfarkt starb, war dies für alle ein großer Schock. Doch der Anton ließ sich nicht lange bitten und sprang ein. Viele Stunden verbrachte er anschließend auf Seminaren.

In den letzten Jahren, als oft Sängermangel herrschte, war ihm ein gutes Miteinander besonders wichtig. Dass es den Kirchenchor immer noch gibt, sei ein Verdienst Beßleins, ist sich Stadtpfarrer Gerhard Möckel sicher. Jener habe durch sein Wirken seinem Leben eine positive Ausrichtung gegeben, das sei beispielhaft. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen mag den Jubilar der Dankgottesdienst sehr gefallen haben: Sängerin Evi Kral und Organist Udo Dauer gestalteten diesen feierlich aus. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Dieter Wolf und Ferdinand Humbert seitens des Kirchenchores dankten Beßlein und überreichten Geschenke und Urkunden.