Die finale Entscheidung naht: In der 2. Runde der Relegation zur Bayernliga bekommt es die SpVgg Jahn Forchheim im Hinspiel heute auf eigenem Gelände um 18.30 Uhr mit dem SV Erlenbach zu tun. Das Rückspiel findet am Samstag (16 Uhr) in Unterfranken statt.

SpVgg Jahn Forchheim -
SV Erlenbach
Zwei souveräne Auftritte ohne einen Ansatz des Scheiterns: Die locker und lässig überstandene 1. Runde gegen den SV Alemannia Haibach darf für die SpVgg Jahn gegen den SV Erlenbach gern eine Fortsetzung finden. Mit dem 4:0 im Hinspiel legte Forchheim gegen Haibach den Grundstein, das 2:2-Remis im Rückspiel hätte auch als 7:2-Sieg des Jahn durchgehen können.
Heute um 18.30 Uhr wiederholen sich die Abläufe: Wieder tritt der Landesliga-Zweite zunächst daheim an, wieder geht es gegen einen Bayernliga-Klub aus dem westlichen Unterfranken. Und wieder scheint der Gegner keine unüberwindbare Hürde darzustellen. Die nackten Zahlen sprechen jedenfalls nicht für Erlenbach: Der SV hat die Saison mit 28 Punkten nur unwesentlich besser abgeschlossen als Haibach (25), genoss aufgrund der besseren Platzierung in der 1. Runde aber ein Freilos. Ob das zwangsläufig einen Vorteil bedeutet, sei dahingestellt. Während die Gäste das letzte Pflichtspiel vor über zehn Tagen hatten und in der Zwischenzeit ein Testspiel gegen den SV Viktoria Aschaffenburg (1:2) bestritten, ist die SpVgg voll im Wettkampfmodus und unterstrich dies mit den starken Auftritten gegen Haibach.
Am 34. Spieltag setzte sich Erlenbach zum Abschluss der offiziellen Runde zwar mit 4:0 gegen den VfL Frohnlach durch, der Stellenwert des Erfolgs gegen die Schießbude der Liga ist allerdings eher fraglich. Hinter Frohnlach hat kein Team der Bayernliga in der Saison 2016/ 2017 so wenige Tore geschossen wie Erlenbach (29) und keine Mannschaft so viele Treffer (79) kassiert. Während bei Haibach zumindest Stoßstürmer Christian Breunig mit 20 Ligatoren herausstach, gegen Forchheim in lediglich 45 Minuten des Hinspiels - das Rückspiel verpasste er aus privaten Gründen - aber keine Gefahr erzeugte, fehlt bei Erlenbach auf den ersten Blick eine spielbestimmende Person auf dem Feld: Bester Torschütze ist Patrick Badowski mit sieben Toren aus 31 Spielen.
Der Jahn wird sich aber nicht am Gegner ausrichten, sondern sein Spiel durchbringen wollen. So war die Marschroute bisher, so wird sie wohl auch diesmal sein.
Zu verifizieren ist das leider nicht, ebenso wenig, ob Tobias Eisgrub nach seiner Verletzung im Hinspiel gegen Haibach wieder einsatzfähig ist. Die Vertreter der Fußball-Abteilung stören sich an der vorangegangenen Berichterstattung zur Trennung von Torwarttrainer Dirk Schrott und haben sich entschlossen, dem Autor dieser Zeilen keine Auskünfte mehr zu erteilen. Das betrifft auch die Vorberichterstattung zu Spielen.