Der Taxi-Unternehmer Karl-Heinrich Dauer wurde in unserem Artikel "Diagnose: Fahrgastschwund" vom 21. Dezember zitiert. Hierzu nimmt er Stellung, weil sich seiner Aussage nach einige Ungereimtheiten beziehungsweise Missverständnisse im Text ergeben haben.

Der Taxiunternehmer versichert, dass die Aussage ",Wir fahren viele Dialyse-Patienten in die Klinik‘, erklärt Karl-Heinrich Dauer. Diese Fahrten sind von einem Tag auf den anderen weggebrochen" nicht von ihm getätigt worden sei. "Diese Aussage ist völlig falsch und würde auch nicht zu meiner Aussage passen, dass Sammelfahrten aufgrund von Hygienevorschriften in Einzelfahrten umgewandelt wurden, was erst einmal kurzfristig zu einem erhöhten Fahrtenaufkommen führt."

Kritisch beurteilt er weiterhin, dass ein korrektes Zitat aus dem Artikel durch eine nur teilweise Hervorhebung an anderer Stelle irreführend für den Leser sein kann. Wichtig sei, dass sich die Aussage "Aktuell sind wir vielleicht noch bei 20 Prozent der Fahrgäste, die wir vor einigen Jahren hatten" auf den ersten Teil des im Text genannten Zitats beruft, wonach sie sich ausschließlich auf das Abend- und Nachtgeschäft bezieht.

Auch weist Dauer darauf hin, dass sich die heimischen Taxiunternehmen keine Fahrten aufteilen oder sich vermitteln. Eine Aufteilung gebe es nur bei den Dienstzeiten der werktäglichen Abenddienste ab 18 Uhr.

Als komplett falsch stellt Dauer die Angabe über mögliche Entlassungen in den Raum, welche er seiner Aussage nach nie getätigt habe. Explizit habe er von Kurzarbeit gesprochen, betont er. "Auch in zwei Monaten und auch darüber hinaus wird es bei uns keine Entlassung geben", versichert Dauer in seiner Stellungnahme. "Im Gegenteil, wir haben bis vor zwei Wochen noch Fahrpersonal gesucht und haben auch noch in den letzten Wochen Neueinstellungen für Anfang 2021 vorgenommen." red