Laden...
Höchstadt a. d. Aisch
höchstadt.inFranken.de  Cathal McCarthy aus Höchstadts Partnerstadt Castlebar holte sich im Aischgrund Anregungen für ein Projekt.

Irische Kunst für den Kulturpfad

Cathal McCarthy, ein weit über die Grenzen von Höchstadts irischer Partnerstadt Castlebar bekannter Künstler, besuchte vor kurzem auf Einladung von Bürgermeister Gerald Brehm (JL) den Aischgrund. Er w...
Artikel drucken Artikel einbetten
Eberhard Ranger, Cathal McCarthy und Architekt Hermann Haindl (v. l.) bewundern in dessen Garten eine Skulptur Lindenmanns.
Eberhard Ranger, Cathal McCarthy und Architekt Hermann Haindl (v. l.) bewundern in dessen Garten eine Skulptur Lindenmanns.
+1 Bild

Cathal McCarthy, ein weit über die Grenzen von Höchstadts irischer Partnerstadt Castlebar bekannter Künstler, besuchte vor kurzem auf Einladung von Bürgermeister Gerald Brehm (JL) den Aischgrund. Er wird für den Kulturpfad eine Skulptur gestalten.

McCarthy ist ein bildender Künstler und Bildhauer mit einer akademischen Ausbildung. Er hat bereits verschiedene öffentliche Kunstprojekte gestaltet und war schon bei vielen Ausstellungen in Irland vertreten. Außerdem hat er in den USA eine geraume Zeit als Künstler gearbeitet.

Im Kulturausschuss der Stadt wurde auf die Initiative von Stadtrat Eberhard Ranger (JL) ein Beschluss gefasst, am Aischwiesenweg vom Parktplatz Aischaue herüber zur Kulturfabrik führend verschiedene Kunstobjekte aufzustellen, die in Verbindung mit den Partnerstädten stehen oder diese repräsentieren. Die Idee, entlang des Kulturpfades - neben den Windfahnen von Roland Lindemann - weitere Skulpturen zu platzieren, ging damals von der Planern Kathrin Nießlein (Landschaftsarchitektin) und Fritz Wiesneth (Architekt) aus.

Mit einer kleinen Gruppe besuchte McCarthy das Gelände hinter der Kulturfabrik und war sofort von den mächtigen Windfahnen angetan. Er bewunderte weitere Kunstwerke Lindenmanns, die sich im Privatbesitz befinden. In einem anschließenden Gespräch mit Bürgermeister Gerald Brehm (JL), Eberhard Ranger und Tanya Fisher-Lehmann von der Realschule, der Partnerschule des Davitt College in Castlebar, beriet man das weitere Vorgehen und wie das zukünftige Kunstobjekt gestaltet werden solle.

McCarthy zeigte seine bisherigen Arbeiten, die in einigen Städten Irlands und entlang der irischen Straßen zu sehen sind. Da im kommenden Jahr eine große Friedensaktion zum 75. Jahrestag Kriegsende in Höchstadt geplant ist, sollte die Skulptur unter dem Hauptgedanken "Frieden" stehen.

Cathal McCarthy schlug vor, doch die beiden verpartnerten Schulen mit ins Boot zu nehmen. Die Schulen sollten passende Texte erarbeiten und der Künstler werde dann mit diesen seine Skulptur bauen. Als 3-D-Modell wird sie im kommenden März in Höchstadt vorgestellt. Natürlich ist das auch eine finanzielle Herausforderung für Höchstadt. Möglicherweise wird das Projekt durch Mittel der Städtebauförderung und der LAG Aischgrund mitgetragen. Selbstverständlich sind auch Sponsoren erwünscht.

Schüler tragen einen Text bei

Nach vorheriger Absprache mit der Schulleitung wird Tanya Fisher mit den Schülern einen passenden Friedenstext entwerfen. Sie wird auch ihre irische Kollegin Maria Carey informieren. Diese hat schon die Zustimmung ihrer Schulleiterin Bernie Rowland. Die Schulen werden ihren Teil beitragen und Cathal McCarthy wandelt die Ideen dann in ein Kunstwerk um. Die Organisatoren freuen sich auf eine schöne Skulptur, die neben einem weiteren Kunstwerk aus Krasnogorsk und Kunstwerken aus Privatbesitz die Kulturmeile schmücken soll. Johanna Blum