Der Breitbandausbau, den die Deutsche Telekom weitgehend eigenwirtschaftlich in der Gemeinde umsetzt, stand im Mittelpunkt der Bürgerversammlung der Gemeinde Ludwigschorgast, zu der Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani am Dienstagabend in das örtliche Sportheim eingelande hatte. "80 Prozent der Haushalte liegen jetzt über 60 Mbit", sagte Andreas Rudloff von der Telekom Deutschland, der mit seinem Team eigens zur Versammlung gekommen war, um technische Fragen zu beantworten.


Persönliche Beratung

Für persönliche Klärungen zu Vertragsgestaltungen und Möglichkeiten war zwar am Dienstagabend kein Raum, aber dafür bietet die Telekom am heutigen Donnerstag von 14 bis 18 Uhr im Ludwigschorgaster Rathaus eine Bürgersprechstunde an. Alexander Philipp vom Telekomshop in Kulmbach wird in dieser Zeit anwesend sein und allen Interessierten Auskunft erteilen.
Bürgermeisterin Leithner-Bisani berichtete weiterhin über verschiedene Bau- und Entwicklungsmaßnahmen, die im Gemeindebereich notwendig wurden oder werden. Dies umfasst etwa das Schaffen von mehr Rückstauvolumen im Bereich der Arnitz, notwendige Kanalbaumaßnahmen bis zur Pumpstation und weitere Problematiken rund um den Abwasserbereich. "Wir müssen jetzt gehobene Anforderungen an unser Abwassersystem erfüllen, im Falle eines Starkregenfalles müssen wir in Zukunft nicht mehr 15 Liter pro Quadratmeter sondern 30 Liter pro Quadratmeter puffern können", erklärte die Bürgermeisterin.
Ein weiteres Investitionsprojekt sei die örtliche Grundschule, sie wird im Rahmen des Kommunalinvesitionsprogramms (KIP) saniert, "wir bekommen 90 Prozent Förderung für die Gesamtmaßnahme." Für eine Energieeinsparung will man dort künftig auch auf eine LED-Beleuchtung umstellen.


Letzter Bauplatz verkauft

Eine positive Nachricht für die Gemeinde sei das Neubaugebiet, sagte Doris Leithner-Bisani, denn die Bautätigkeit habe stark zugenommen. Die Gemeinde Ludwigschorgast habe ihren letzten Bauplatz im Baugebiet Roter Bühl verkauft, jetzt gebe es nur noch wenige Grundstücke über Diad-Bau beziehungsweise Erbbaugrundstücke zu erwerben. "Erfreulich ist auch, dass sich der Leerstand bei alten Häusern im Vergleich zu anderen Orten relativ in Grenzen hält."
Ihren Bürgern, die in den nächsten drei Jahren kleinere Baumaßnahmen an ihren eigenen Häusern vornehmen wollen, gab sie noch einen Rat mit auf den Weg. "Jeder, der im Bereich der Dorferneuerung wohnt, und das ist fast der ganze Ort, kann bis Ende des Jahres noch Zuschüsse beantragen", so Leithner-Bisani.