von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus

Stadtsteinach — Mit einem Konzert der Extraklasse machte sich der Musikverein Stadtsteinach am Samstagabend in der voll besetzten Steinachtalhalle wohl selbst das schönste Jubiläumsgeschenk. Keine Frage: Die Musik hat in der Frankenwaldstadt Tradition und wird auch nach 125 Jahren immer noch gepflegt. Beim Konzert setzte die Original fränkische Trachtenkapelle um ihren engagierten Dirigenten Christoph Hohlweg zu einem neuen Höhenflug an.

Urkunde vom Musikbund

Der Bezirksvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Werner Pörner, überreichte die Urkunde für 125 Jahre Blasmusiktradition.
Vorsitzender Klaus Zahner freute sich über ein "volles Haus" . Den Beginn machten die Jüngsten des Musikvereins, die Bläserklasse unter der Leitung von Stefan Krauß. Zahner dankte allen Ausbildern und lobte die Zusammenarbeit mit der Grund- und Mittelschule Stadtsteinach sowie der Städtischen Musikschule Kulmbach. Gemeinsames Ziel sei, Kinder im ländlichen Raum für Musik und Gesang zu begeistern.
Moderator Manfred Biedefeld nahm die Besucher mit auf eine Zeitreise durch 125 Jahre Blasmusik-Tradition in Stadtsteinach. Der Ehrenvorsitzende verstand es vortrefflich, immer wieder die passende Balance zwischen den Musikstücken und den Liedbeiträgen mit der Chronik des traditionsreichen Musikvereins zu finden. Mit dabei auch der Chor "Akustica" unter der Leitung von Jörg Schmidt, der den Choral "Bleib bei mir Herr" und "We shall overcome" vortrug.
Weiter ging es mit schmissiger Blasmusik - vom Marsch "Regimentsgruß" über die Polka "Az se buden brat" bis hin zu einem Beatles-Potpourri, die Kapelle lief zu Höchstform auf. Vor der Pause ließ "Akustica" noch "My Way" von Frank Sinatra und "Mama Mia" von "Abba" erklingen.
Im zweiten Teil begeisterte die Original fränkische Trachtenkapelle unter der Leitung von Christioph Hohlweg mit einer Zusammenstellung der schönsten italienischen Melodien unter dem Motto "Bella Italia". Es folgten die "Gartenpolka", die "Egerländer Jubiläumspolka" und eine Zusammenstellung bekannter Film-Melodien. Einmal mehr wurde deutlich, dass der junge Dirigent einfach die Musik im Blut hat.

Sogar die "Toten Hosen"

Das Konzert wurde durch den Chor "Akustica" abgerundet, der sich sogar an den Song "Tage wie diese" von den "Toten Hosen und "When the Moon is on the run" mit der Solistin Susanne Andraschko" wagte.
Ohne Zugaben durften sowohl das Orchester als auch der Chor nicht von der Bühne.
Unter den zahlreichen Gästen war auch der Kreisdirigent und Leiter der Städtischen Musikschule Kulmbach, Harald Streit. "Man muss ganz klar sagen, dass der Musikverein Stadtsteinach in den letzten Jahren einen Riesensprung nach vorne gemacht hat. Die musikalische Ausbildung im Musikverein in Kooperation mit dem Nordbayerischen Musikbund trägt reife Früchte."