Der Landkreis Kulmbach hat sich vorgenommen, Integrationsbegleiter für seine 22 Gemeinden zu gewinnen. Durch die Arbeit der hauptamtlichen Integrationslotsin am Landratsamt, Souzan Nicholson, konnte jeweils ein Integrationsbegleiter als direkter Ansprechpartner vor Ort für die nächsten Jahre gewonnen werden.

Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration fördert Fortbildungen für ehrenamtliche Integrationsbegleiter. Die Basisqualifizierung umfasste unter anderem die Rolle des Ehrenamtes in der Integrationsarbeit, Abgrenzung von Haupt- und Ehrenamt, interkulturelle Kommunikation, Umgang mit Vorurteilen, Zahlen und Fakten zur Integration in Deutschland sowie Wertevermittlung und gab einen Überblick über mögliche Tätigkeitsfelder der ehrenamtlichen Integrationsarbeit. Die viertägige Schulung wurde kürzlich mit einer digitalen Zertifikat-Übergabe beendet. Nach der offiziellen Zuteilung stehen die neuen Integrationsbegleiter den jeweiligen Gemeinden zur Verfügung.

Landrat Klaus Peter Söllner würdigte die Teilnehmer der Schulungsveranstaltung für ihr ehrenamtliches Engagement und die Mithilfe bei dem ambitionierten und wichtigen Vorhaben.

Kulmbach in der Vorreiterrolle

"Das, was hier in Kulmbach passiert ist, ist exzellent, denn sowas wurde in diesem Format noch nie gewagt", erklärte Gudrun Brendel-Fischer (MdL), Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung. "Kulmbach ist und bleibt ein Vorreiter."

Peter Müller, der vom Kreisausschuss als regionaler Integrationsbeauftragter für den Landkreis Kulmbach benannt wurde, und Heike Söllner, Leiterin des Koordinierungszentrums Bürgerschaftliches Engagement, zollten den angehenden Integrationsbegleitern Anerkennung. Annekatrin Bütterich, Geschäftsstellenleiterin der "Gesundheitsregion plus" Kulmbach, zeigte die Schnittstelle zwischen Gesundheitsförderung und Prävention sowie zwischen Migration und Integration auf.

"Ich bin stolz auf dieses neue Team und freue mich sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit im Rahmen von integrativen Migrationsprojekten", fasste Souzan Nicholson zusammen.

Ab 2021 ist eine Vorstellung bei allen Bürgermeistern geplant. Eine Fachtagung soll es dann gemeinsam mit den über 60 Netzwerkpartnern ebenfalls 2021 geben, um die Zukunft für den Landkreis Kulmbach im Bereich Integration zu gestalten. red