Die Veranstaltungsreihe "Integration durch Bildung" wird am Mittwoch, 30. September, fortgesetzt. Zunächst berichtet die hauptamtliche Integrationslotsin des Landkreises Haßberge, Siza Zaby, über ihre Eindrücke, die sie im Rahmen der Corona-Krise erhalten hat. Danach geht es um die Frage, welche Möglichkeiten Zuwanderer haben, ihre bisherige Ausbildung anerkannt zu bekommen und wie sich die Angebote zur Weiterbildung darstellen. Beginn ist um 19 Uhr in dem Zuwanderungszentrum in Haßfurt, Brüder-Becker-Straße 42. Voranmeldung ist bei Siza Zaby erforderlich: Ruf 09521/27152.

Ausbildung als Grundstein

Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt ist für viele Zuwanderer ein Meilenstein im Rahmen ihrer Integration. Und es steht außer Zweifel, dass in Unternehmen und Handwerksbetrieben sowie Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ein großes Interesse besteht, bei entsprechender Eignung attraktive Jobs anzubieten. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: "Bildung und Ausbildung sind entscheidend für eine gelingende Integration in Deutschland und für den individuellen beruflichen Erfolg. Der Wohlstand unseres Landes hängt auch davon ab, dass jede und jeder Einzelne seine Fähigkeiten einbringen und bestmöglich entwickeln kann."

Welche Rolle spielt hierbei der "Nationale Aktionsplan Integration"? Christian Knetzger, Teamleiter Markt und Integration im Jobcenter Haßberge, wird von seinen Erfahrungen berichten, wie es in der hiesigen Region gelingt, über die Anerkennung von Berufs- und Bildungsabschlüssen sowie über Bildung und Ausbildung als Grundstein für gelingende Integration und Teilhabe Brücken zu schlagen.

Für Zaby ist es ein großes Anliegen, dass der Stellenwert von Bildung und Ausbildung bei allen Betroffenen richtig eingestuft wird: "Die Versuchung, im Rahmen von Hilfsarbeit in den Arbeitsmarkt einzusteigen und somit gleich Geld zu verdienen, ist groß, doch die langfristige Perspektive eines jeden Zuwanderers muss es sein, seine eigenen Talente zu finden und so in unsere Gesellschaft einzubringen, dass sie seinem Leben Erfüllung bringen und er seinen Platz in der neuen Heimat findet." Sie freut sich, dass eine Mitarbeiterin, die im "Höreder Beck" reichlich Erfahrung mit Zuwanderern gemacht hat, Rede und Antwort stehen wird.

Einen Beitrag aus der Praxis liefert der ehemalige Pflegedienstleiter der Haßberg-Kliniken, Michael Weiß-Gehring. Die Verschmelzung der beruflichen Anforderungen mit den mitgebrachten Begabungen, die Überwindung sprachlicher Hürden, aber auch die menschliche Anerkennung sind Themen, die ihn alltäglich beschäftigen. red