Coburg — "Das fränkische Jerusalem" Fürth ist in diesem Jahr das Ziel einer gemeinsamen Studienfahrt der Volkshochschulen Coburg und Sonneberg am "Tag der Deutschen Einheit", Freitag, 3. Oktober. Die nur vordergründig unscheinbar wirkende Nachbarstadt Nürnbergs hat es aber in sich. Sie ist die Geburtsstadt von Bundeskanzler Ludwig Erhardt, dem inoffiziellen Vater der sozialen Marktwirtschaft, und Heimatstadt des früheren US-amerikanischen Außenministers und Friedensnobelpreisträgers Henry (Heinrich) Kissinger.
Ab Mitte des 16. Jahrhunderts entwickelte sich in Fürth eine der bedeutendsten Jüdischen Gemeinden Frankens. Das Jüdische Museum in Fürth zeigt die herausragende Bedeutung Frankens als Zentrum jüdischen Lebens in Süddeutschland. Das Stadtbild von Fürth beeindruckt vor allem durch die im 19. Jahrhundert und um die vorletzte Jahrhundertwende entstandenen Straßenzüge im Stil der Gründerzeit und im Jugendstil.

Zur Fürther Kerwa

Nach dem Rundgang im Jüdischen Museum steht eine Stadtführung auf dem Programm der Reisegruppe. Der Tag klingt dann in gemütlicher Runde auf der Fürther Kerwa, dem Kirchweihfest der Fürther Stadtpfarrkirche St. Michael aus. Die Studienfahrt nach Fürth erfolgt mit der Bahn.
Startbahnhof ist Sonneberg, Zustieg ist dann möglich in Neustadt, Rödental, Dörfles-Esbach, Coburg, Enersdorf und Lichtenfels. Informationen gibt es bei der Volkshochschule Coburg, Löwenstraße 12, Telefon: 09561/882528 und unter der Rufnummer 09561/27360. red