Zum Artikel "Blumen für die Umgehungsstraßen-Königin" in der Bayerischen Rundschau vom 6. November, gaben Jürgen Machulla, Knud Espig und Alwin Geyer im Namen der Initiative Pro Stadtsteinach und des Bundes Naturschutz eine Stellungnahme ab.
Nicht "Umgehungsstraßen-Königin", sondern "Natur- und Steuergeldvernichtungs-Königin" wäre wohl der passendere Titel für Emmi Zeulner. Von einer Bundestagsabgeordneten müsste man eigentlich eine gewisse Weitsicht und Verantwortung für die Zukunft unseres Landes und darüber hinaus erwarten.
Angesichts der Herkulesaufgaben im Bereich Klimaschutz, Flüchtlingsursachenbekämpfung, Altersarmut, Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Sanierung unserer bestehenden Verkehrsinfrastruktur, Verlagerung des Schwerlastverkehrs von der Straße auf die Schiene und vieler weiterer drängender Probleme, die es von unserem Land und der ganzen Welt zu bewältigen gelte, sei es ein Hohn davon zu reden, dass Geld im Überfluss vorhanden sei. Deutschland ist immer noch mit einer Rekordsumme verschuldet und der Schuldenstand steigt und steigt. Die Gelder, die Zeulner und Alexander Dobrindt jetzt freigegeben haben, seien nicht vorhanden, sondern müssten in den nächsten Jahren erst durch Steuereinnahmen erwirtschaftet werden. "Man möchte sich nicht ausmalen, wie es aussieht, wenn, wie von vielen Ökonomen erwartet, es zu einer neuen Finanzkrise kommt", heißt es in der Stellungnahme weiter. Diese fest verplanten Gelder stünden nicht für viel dringender zu bewältigende Aufgaben zur Verfügung. Dass Natur und Klima einzigartig und lebenswichtig seien, werde von den verantwortlichen Politikern in geradezu skandalöser Weise ignoriert.
Pro Stadtsteinach und der Bund Naturschutz betonen, dass für die Probleme entlang der jetzigen Ortsdurchfahrt dringender Handlungsbedarf bestehe. Durch einfache Maßnahmen, wie eine Sperrung für den Schwerlastdurchgangsverkehr, wie das in Waldsassen umgesetzt wurde, könnte viel erreicht werden, und es müssten nicht "Millionen Steuergelder verschwendet und unsere lebenswichtige Natur zerstört werden". red