Historisches Die Talkirche ist unter verschiedenen Namen wie "Rannunger Talkirche" oder "Wallfahrtskirche zum Heiligen Kreuz" bekannt. Das Gnadenbild ist 1420 entstanden und stand in einer eigenen Kapelle neben der Kreuzkirche. 1802 wurde es in die Kirche übertragen. Die Talkirche lag an der Landstraße Schweinfurt - Meiningen, sie besaß beträchtliche Landflächen, die ein Pächter bewirtschaftete. Es gab mehrmals Überschwemmungen im Tal. 1485 kam eine Verordnung, die die Opfer der Talkirche betreffen. Der Talbruder, auch Talkirchner oder Eremit genannt, musste sich darum kümmern. 1706 bis 1716 war Konrad Reuter Eremit. Durch sein Almosensammeln kam es zum Neubau der Kreuzkirche, verklagt wegen Veruntreuung, entlastet, zog er sich an die Sebastianikapelle bei Nordheim in der Rhön zurück. Der letzte Eremit (von 1758 bis 1789) hieß Johann Melchior Werner und stammte aus Eltingshausen.

Sage Nach einer in der Bevölkerung verbreiteten Sage geht der Bau der ersten Kapelle auf zwei Bauern aus Rannungen zurück, die bei der Erntearbeit im Tal von heftigem Regen überrascht wurden. Das Wasser staute sich im engen Tal derart an, dass sie mit dem schwer beladenen Fuhrwerk im Morast stecken blieben und mitsamt den Zugtieren in eine äußerst gefährliche Lage gerieten. Deshalb leisteten sie das Gelübde, der Muttergottes im Tal eine Kapelle zu bauen, wenn sie mit Tieren und Fuhrwerk unversehrt nach Hause zurückkämen. red