Frischer Wind fürs Kreiskrankenhaus: Drei indische Schwestern der "Herz Jesu Kongregation" unterstützen seit einigen Tagen die Pflege im Kreiskrankenhaus St. Anna in Höchstadt. Erstmals seit 1983 gibt es nun wieder Ordensschwestern im Kreiskrankenhaus. Damals hatten Niederbronner Schwestern Patienten gepflegt.
Den Kontakt zum Orden in Mangalore im südwestindischen Bundesstaat Karnataka stellte Dekan Kilian Kemmer über den Baiersdorfer Pfarrer Monsignore Matthew Killiroor her. Killiroor stammt aus Karnatakas Nachbarbundesstaat Kerala. Für die Erzdiözese Bamberg pflegt er Kontakte in seine Heimat, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts.
Die drei Schwestern haben eine Krankenpflegeausbildung abgeschlossen und sich auf ihre Arbeit in Höchstadt mit Sprachkursen in Indien und Deutschland vorbereitet. Im Waldkrankenhaus haben sie erste Erfahrungen in einer deutschen Klinik gesammelt. "Die drei Schwestern sind eine absolute Bereicherung für unser Haus. Sie sind überaus sympathisch und motiviert. Die Zusammenarbeit mit ihnen ist unkompliziert und patientenzugewandt", beschreibt Pflegedienstleiterin Bianca Dotterweich die ersten gemeinsamen Tage.
Der Caritasverband Erlangen-Stadt und der Landkreis Erlangen-Höchstadt übernehmen die Gestellungsverträge für die Schwestern und kümmern sich um sie. Geschäftsführer Markus Beck hat bereits viele positive Erfahrungen mit Einsätzen indischer Schwestern in Caritas-Einrichtungen gemacht. Im Laufe des Jahres sollen noch zwei weitere indische Schwestern im Kreiskrankenhaus anfangen. Es ist das erste Arbeitsfeld der "Herz Jesu"-Schwestern in Deutschland. In 13 Ländern arbeiten sie bereits in sozialen Einrichtungen. red