Knapp 90 Pilgerinnen und Pilger erfüllten das Gelübde ihrer Vorfahren und wallten an zwei Tagen zum heiligen Berg der Franken, dem Kreuzberg. Regen und Sonnenschein begleiteten die Wallfahrer und ihre Schutzengel, denn der Wallfahrtsführer Lothar Metz hatte für dieses Jahr das Motto gewählt "Mein Schutzengel und ich". Zum Greifen gab es Schutzengelchen am Band, hergestellt aus Holz von Kurt Müller aus Wartmannsroth. Immer wieder wurde das Thema vertieft, denn Schutzengel gibt es in vielerlei "Ausgaben".
Die Poppenrother Wallfahrt wurde erstmals im Jahr 1744 im Wallfahrtsbuch des Klosters erwähnt. Es wird mündlich überliefert, dass während der Pestzeit die Wallfahrt gelobt wurde, wenn die Pest das Dorf verschone.
Es wird auch berichtet, dass mindestens eine Person eines Haushaltes an der Wallfahrt teilnehmen solle. Seit vielen Jahren bereiten Blandine Goll, Rita Kaiser, Gerhilde Pfrang und Beate Straub für alle Blumensträußchen und übergeben diese bei der Rückkunft an die Teilnehmer, die sie mit Freude dankbar annehmen. Dankesworte galten allen, die die Wallfahrt möglich machten, besonders an die Poppenrother Musikanten für die Begleitung. Gerd Scharka (78) war der älteste und Simon Wimmel (10) der jüngste Teilnehmer. kww