Die beiden Dolmetscher sind die junge Mahsuma, die in Farsi übersetzt, und Ibrahim, der für die arabisch sprechenden Flüchtlinge dolmetscht. Ibrahim und seine Ehefrau Halen sind inzwischen die einzigen anerkannten Asylbewerber in Weißenohe. Den Block hat er wie die anderen 18 Teilnehmer dieses Kurses vor sich liegen. Alle Seiten sind beschrieben. Ein leises Krächzen ist zu hören, aus dem Kinderwagen, in dem die "jüngste Weißenoherin" schlummert, wie Bürgermeister Braun das erst drei Wochen alte Flüchtlingsmädchen Elena nennt.
Seit April werden die Asylbewerber der dezentralen Unterkunft in Weißenohe und seit Kurzem auch aus der Nachbargemeinde Igensdorf von der Familie Otto und Krügel, der Familie Viel, Gemeinderat Norbert Sulzbacher, Carmen Polster, Nikolaus Fischer und Harald Hohl, also insgesamt acht ehrenamtlichen Helfern, in den beiden Sprachkursen in Deutsch unterrichtet.
Anfangs übernahmen die Helfer damit zugleich Kinderbetreuung. Doch nun besuchen die Kinder den Kindergarten, ein Kind besucht sogar das Gymnasium, wie Braun informiert.
Petra Malbrich