Ab sofort steht den Einwohnern von Uetzing und Umgebung ein echter "Lebensretter" zur Verfügung. Von dem Erlös durch die Bewirtung auf dem Marktplatz am Faschingsdienstag wurde ein Defibrillator angeschaffen. Die Idee dazu hatte der Uetzinger Ortssprecher und Stadtrat Manuel Schrüfer (FW).
Nach einer Besprechung waren sich alle Ortsvereine einig. So konnte Schrüfer an die Freiwillige Feuerwehr Uetzing einen Defibrillator im Wert von knapp 2000 Euro übergeben. Da sich bei der Ortswehr ausgebildetes Personal - vom Sanitätshelfer bis zur Krankenschwester - befindet, waren sich alle einig, diesen im Feuerwehrhaus zu stationieren.
Zusätzlich unterzogen sich bereits einige Feuerwehrkameraden im Vorfeld einer extra Ausbildung für das richtige Benutzen eines Defibrillators. In Deutschland sterben jährlich über 100 000 Menschen außerhalb von Krankenhäusern an einem plötzlichen Versagen der Herzfunktion. Ursache für einen plötzlichen Herztod ist meist Herzkammerflimmern.


Weil jede Sekunde zählt

Dabei pumpe der Herzmuskel nicht mehr koordiniert, sondern zucke mit hoher Frequenz - er flimmere. Abrupt sinke die Pumpleistung des Herzens auf null - der Kreislauf komme dann zum Stillstand.
Ein Defibrillator ist ein Schockgeber und kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern beheben und so einem plötzlichen Herztod vorbeugen.
Dafür werde die Energie über großflächige Elektroden abgegeben. Entweder werden diese mit den Händen auf den Brustkorb des Patienten gedrückt oder auf den Brustkorb geklebt. Mit jeder Minute, die ohne Hilfe verrinnt, sinkt die Lebenserwartung um bis zu zehn Prozent; nach drei bis fünf Minuten sterben erste Gehirnzellen ab, so die Informationen bei der Übergabe. Da es selbst ein Notarzt nur ganz selten innerhalb dieser wenigen Minuten zum Unglücksort schaffe, könne mit dem neuen Defibrillator im Ernstfall nun noch schneller reagiert - und Leben gerettet - werden. red