Laura Hartnik gehört der Studentengruppe an, die zum Start der Regiomed Medical School als erste nach Kroatien gegangen war. Gerade verbrachte sie die Semesterferien daheim in Bad Staffelstein und konnte deshalb auch in Kloster Banz bei der Entsendungsfeier für den nächsten Jahrgang dabei sein.
Natürlich auch, um mit künftigen Mitstudenten ins Gespräch zu kommen und ihnen Fragen zu beantworten. Für sie selbst war die Kooperation von Regiomed und der Universität Split eine Chance auf einen Medizinstudienplatz ohne vorherige jahrelange Wartezeit. Denn wer hierzulande nicht mit dem Numerus-clausus-Schnitt von 1,0 oder noch besser dienen kann, muss sich darauf einstellen, sogar bis zu sieben Jahre zu überbrücken.
Viele tun das mit einer Ausbildung im medizinischen Bereich, zum Beispiel als Rettungssanitäter. Laura Hartnik hatte sich schon gedanklich damit angefreundet, zunächst den Beruf der Kinderkrankenschwester zu erlernen. Bei dem Auswahlverfahren für die Medical School habe ihre Motivation, Arzt zu werden, im Vordergrund gestanden, berichtet die 20-Jährige.
Eigentlich habe sie nicht ins Ausland gehen wollen, räumt sie ein. Nun sei sie aber froh über diese Möglichkeit. "Es gefällt mir sehr gut. Ich habe alle bisherigen Prüfungen bestanden", berichtet sie nach diesem ersten Jahr. Leicht sei es freilich nicht: Die Vorlesungen finden ausschließlich auf Englisch statt. Laura Hartnik findet aber: "Man gewöhnt sich schnell daran."
Es gebe von der Studentenorganisation Angebote für Sport und Unternehmungen, die es Neuen leichter machen, Anschluss zu finden. Nicht zuletzt sei Split eine "superschöne Stadt", in der südländisches Lebensgefühl herrsche. Das habe auch denjenigen aus ihrem Freundeskreis gefallen, die sie dort besuchten. Erst in zwei Jahren wird sie wieder zurückkommen, um ihr Studium bei Regiomed vor Ort fortzusetzen. Klar vermisse sie Familie und Freunde. Aber sie erfuhr viel Rückhalt: "Die meisten finden es toll, dass ich das mache, um meinen Traum zu verwirklichen."