Der Betreiber der Biogasanlage in Trailsdorf will diese auf den sogenannten Flexibetrieb umstellen. Dazu schafft er einen zweiten Motor an, der auch in der Nacht Strom produziert und ins Netz einspeist. Die Gemeinde hat gegen dieses Vorhaben keine Einwände. Sie wurde im Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionschutzgesetz dazu befragt.
Die Menge des produzierten Stroms bleibt auch nach der Umstellung gleich. Für den Betreiber ist es allerdings vorteilhaft, wenn er zu Zeiten Strom erzeugt, in denen andere regenerative Energien ausfallen, wie Photovoltaik zur Nachtzeit. Aus Sicht des Landratsamts ist das Vorhaben unter dem Aspekt des Immissionsschutzes unproblematisch. Bürgermeister Thorsten Gunselmann (WG Schnaid) erachtet das Vorhaben als unbedenklich. Er erwartet keine Beeinträchtigungen der Nachbarschaft durch den nächtlichen Betrieb.
Im Herbst 2014 bis ins Frühjahr hinein ließ die Gemeinde durch die Waldbauernvereinigung ihre reinen Kieferbestände mit jungen Buchen unterpflanzen. Diese Maßnahme zum klimaverträglichen Waldumbau wurde hoch bezuschusst. Doch der trockene Sommer 2015 machte einen Strich durch die Rechnung: Etwa 80 Prozent der Jungbäume vertrockneten. Deshalb beschloss die Gemeinde, nochmals pflanzen zu lassen. Auch dies wird in voller Höhe bezuschusst. Allerdings muss die Gemeinde in Vorleistung gehen. Der Rat stimmte dem zu.
Der Bauhof soll seine notwendigen Materialien besser und sicherer lagern können. Die Arbeitssicherheitsfirma, die für die Kommune tätig ist, rügte Sicherheitsmängel bei brennbaren Stoffen. Deshalb schafft die Gemeinde einen Container für die Lagerung von Ölen, Benzin und Flüssiggas an. Er wird an der hinteren Giebelseite des Bauhofgebäudes platziert. Der Container kostet knapp 2000 Euro.


Sanierung der Straßen

Auch das sonstige Material soll besser gelagert werden. Deswegen entschied sich der Rat für sogenannte Weitspannregale im Bauhofgebäude. Das ausgewählte Produkt ist insgesamt über acht Meter lang. Der Bauhof nutzt zur Lagerung auch eine Scheune in Schnaid. Auch sie wird besser ausgestattet. Der gesamte Auftrag beläuft sich auf gut 6000 Euro.
"Um ein wenig Ordnung zu schaffen", hatte Bürgermeister Gunselmann die Anschaffungen deklariert. Damit lieferte er für Mathias Erlwein (JB) das Stichwort. Das Ratsmitglied erinnerte an einen noch nicht vollzogenen Beschluss des Rats aus der vergangenen Periode. Demnach sollten schon damals die Glascontainer, die am Ortsausgang in Richtung Abfüllanlage stehen, versetzt und in der Nähe des Bauhofs aufgestellt werden.
Die Firma Naturstrom verlegt ihre Fernwärmeleitung. Es bestehe nun die Möglichkeit, gleichzeitig die verschlissenen "Rinnensteine" in den betroffenen Straßenzügen auszutauschen, informierte Gunselmann den Rat. Nur der Gehsteig sei bei dieser Einbaumaßnahme Sache der Gemeinde; die Kosten für die eigentliche Rinne und den Rand der Straße gingen zulasten der bauenden Firma.
Da in einem Teil des betroffenen Wohngebiets im Norden des Hauptorts erst vor einigen Jahren die Bordsteine erneuert wurden, bleiben nach Gunselmann 305 Meter in den Straßen Kellerberg, Heckengasse, Rosenweg und Schulstraße übrig. Die Maßnahme kostet knapp 35 000 Euro.
Die kaputten Steine in Pautzfeld in den Straßen Frankenweg und Hirtenweg sollen eine Folge der langdauernden Umleitung auch des Schwerverkehrs während der Dorferneuerung sein. Deshalb will man sich zuerst mit dem Amt für ländliche Entwicklung in Verbindung setzen. Beschränkt wird das Auswechseln der Randsteine auf die Straßen, deren Decken noch gut sind. Im nächsten Jahr will man das in Willersdorf in Angriff nehmen und anschließend in Schnaid.