Haßfurt — Die Christen in der Kreisstadt haben gestern eine ökumenische Tradition weitergeführt: die gemeinsame Palmprozession der katholischen und evangelischen Gläubigen. Die Pfarrer Gerhard Barfuß (evangelisch) und Stephan Eschenbacher (katholisch) hatten die liturgische Gestaltung der Feier gemeinsam abgesprochen.
In feierlicher Prozession zogen die Gläubigen und Ministranten vom Südportal der Stadtpfarrkirche durch die Hauptstraße zur Ritterkapelle. Palmzweige und Palmbuschen hielten die Teilnehmer in den Händen. Den Gesang der Pilger begleitete die Stadtkapelle. Sieglinde Schobert und Mathias Eickhoff sprachen auf dem Weg Fürbitten und Gebetsrufe.
Pfarrer Eschenbacher segnete die grünen Palmzweige und sagte: "Am heutigen Tag huldigen wir Christus in seinem Sieg und tragen ihm zu Ehren grüne Zweige in den Händen." Der Seelsorger besprengte die Zweige mit Taufwasser als Zeichen des neuen Lebens, das die Menschen mit Christus verbindet. Gleichzeitig seien sie auch Zeichen des Lebens und des Sieges, mit denen die Gläubigen Christus, ihrem König, huldigen.
In Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem verkündete Pfarrer Barfuß das Evangelium, von dem alle vier Evangelien berichten. Jesus zieht als Messias in Jerusalem ein. Ein junger Esel ist sein Reittier. Die Menschen jubeln ihm zu.
Der feierliche Prozessionszug durch die Innenstadt folgte: voran das geschmückte Kreuz mit den Minstranten, dann Gläubige der christlichen Konfessionen, die so ihr ökumenisches Miteinander deutlich bezeugten.
Die Palmprozession endete auf dem Kirchplatz südlich vor der Ritterkapelle. Es folgten die feierlichen Palmsonntags-Gottesdienste in der Ritterkapelle und in der Christuskirche. Die Kinder trafen sich im evangelischen Gemeindehaus. as