von unserem Mitarbeiter 
Arthur Stollberger

Nüdlingen — InNüdlingen wachsen die Bäume nicht nur in den Himmel, sondern auch über die Straße. Bürgermeister Harald Hofmann (CSU) informierte den Gemeinderat über die Mitteilung des Straßenbauamts, dass Äste von Bäumen an der B 287 über die Fahrbahn ragen. Es wurde außerdem festgestellt, dass bereits Risse an einigen Ästen zu sehen sind. Als Grundstückseigentümer, so der Bürgermeister, sei die Gemeinde für die Verkehrssicherheit verantwortlich. Daher sei es erforderlich, besonders die Weiden zurückzuschneiden. Der Gemeinderat beschloss, den Auftrag für die Baumfällungen an die Fa. Pro Baum (Nüdlingen) zum Angebotspreis von 3000 Euro zu vergeben.
Die Probleme, die von zwei hochgewachsenen Akazien in der Haardstraße ausgehen, sollen ebenfalls durch Fällungen beseitigt werden. Das von den Bäumen entwickelte Wurzelwerk hat bereits zu Schäden an der Straße und am Gehsteig geführt. Es wurde daher beschlossen, die Bäume vom Bauhof fällen zu lassen. Auf die Begrünung der Haardstraße soll jedoch nicht verzichtet werden. Im Herbst werden daher dort schwächer wachsende Baumarten gepflanzt.

Der Verkehr wird umgeleitet

Techniker Manfred Schmitt berichtete über die Angebote für die Kanalbauarbeiten im Riedweg, die in diesem Frühjahr vorgesehen sind. Die Baumaßnahme schließt auch einen Neubau des Regenüberlaufbeckens RÜ 9 ein. Der Gemeinderat beschloss, den Auftrag für die Bauarbeiten an die mindestnehmende Firma Josef Hell (Bad Kissingen) zum Angebotspreis von 126 000 Euro zu vergeben. Während der Bauzeit, die auf zwei bis drei Monate geschätzt wird, soll der Verkehr über den Oberweg umgeleitet werden.
Im Zusammenhang mit den Kanalbauarbeiten musste auch über die Auftragsvergabe für die Lieferung und Montage einer "Lamellentauchwand" für den Regenüberlauf RÜ 9 beraten werden. Diese soll ein Überströmen von Schwimm- oder Schwebstoffen über die Schwelle des Regenüberlaufs verhindern. Die Fa. BGU (Bretzfeld) wird die Arbeiten für 9871 Eurov erledigen.

Plakatwand wird gebaut

Mit Enttäuschung nahm der Gemeinderat zur Kenntnis, dass in der Münnerstädter Straße jetzt doch eine Plakatanschlagtafel errichtet werden darf. Der Gemeinderat hatte den Bauantrag abgelehnt, aber das Landratsamt als Untere Bauaufsichtsbehörde hat die Anlage genehmigt. Volker Schäfer (SPD) fragte, ob die Gemeinde mittels Rechtsschutz gegen den Bescheid des Landratsamtes vorgehen sollte. Schließlich wurde ja schon auf die Örtlichkeit, neben einem von Schulkindern benutzten Fußgängerüberweg, aufmerksam gemacht. Ein solches Vorgehen habe jedoch "keine Chance", meinten Bürgermeister Harald Hofmann und Geschäftsleiter Stefan Funk.

Nur noch vier Mal im Jahr

Die Öffnung des Rathauses an Samstagen wird verringert. Die bisherige Regelung, dass an einem Samstag im Monat das Rathaus geöffnet ist, war als "Bürgerservice" gedacht. Die Besucherzahlen hielten sich aber sehr in Grenzen. Daher nahm der Gemeinderat jetzt zur Kenntnis, dass das Rathaus 2015 nur noch an vier Samstagen von 8 bis 12 Uhr geöffnet wird: 21. März, 20. Juni, 19. September und 21. November.

Tempo 30 bis zur Grenze

Zur Kenntnis brachte der Bürgermeister auch eine verkehrsrechtliche Anordnung der Stadt Bad Kissingen. Diese hat wegen des schlechten Straßenzustands des Ortsverbindungsweges von Hausen nach Nüdlingen, der am Hausener Friedhof vorbeiführt, eine "30er-Zone" angeordnet. Sie gilt, so Bürgermeister Harald Hofmann, allerdings nur bis zur Gemarkungsgrenze, weil auf Nüdlinger Seite der Zustand der Straße in Ordnung ist.