Vor wenigen Tagen war es wieder so weit, der legendäre Red Bull Dolomitenmann, deklariert als der "Härteste Teamwettbewerb der Welt", ging zum 30. Mal im österreichischen Lienz über die Bühne. Der Wildwasser- und Kanuslalomfahrer Jesko Rieger, diesmal als Chef des Teams "radsportszene.at by Junkers", ging zum sechsten Mal an den Start. Sven Neubauer, ebenfalls ein routinierter Kanuslalomfahrer aus Bamberg, trat für das Team "Rad-Salon Mallorca" an.
Der Staffelwettbewerb begann als Massenstart mit den Bergläufern. Sie kämpften sich zwölf Kilometer über 2000 Höhenmeter den Berg hinauf, bis sie auf 2441 m an den Paragleiter übergaben. Wegen schlechten Wetters für die Paragleiter fand das Fliegen nicht wie gewohnt statt. So wurden die Paragleiter via Funk losgeschickt. Nach einer etwas verlängerten Laufpassage starteten die Paragleiter zu ihrem kurzen Flug ins Dolomitenstadion in Lienz.
Nach der Landung folgte eine kurze Laufpassage und die Übergabe an den Mountainbiker. Der Biker kämpfte sich 17,4 km den Berg hoch bis zum Hochsteinkreuz. Dabei musste er mehrere Tragepassagen meistern. Nach dem langen Aufstieg ging es dann im "Downhill" über die Skipiste der Weltcupabfahrt hinab ins Tal, Richtung Leisacher Stadion. Ein Kajakfahrer übernahm per Handschlag die letzte Etappe des Rennens. Nach dem Durchqueren der Drau zu Fuß ging es rennend hoch zum Sieben-Meter-Sprung mit dem Kajak. Mehrere Flussaufpassagen, ein Slalomkurs und ein Walzentor mussten auf der Drau bewältigt werden.
An der Mündung der Drau in die Isel ging es mehrere hundert Meter hoch zum Katarakt. Der Kajakfahrer passierte mit dem Boot auf der Schulter den Katarakt, um anschließend eine schwierige Torkombination im Katarakt zu befahren. Nach der erfolgreichen Befahrung musste das Gefällstück erneut "umtragen" werden und der Paddler kämpft sich die letzten hundert Meter zum Ausstieg hoch. Die Laufstrecke mit dem gesamten Material verlangte dem Kanuten alles ab. Angefeuert von tausenden Zuschauern geht es ins Ziel auf dem Lienzer Hauptplatz.
Nachdem der Bergläufer und der Mountainbiker im Team "radsportszene.at by Junkers" verletzungsbedingt ausgefallen waren, fand Teamchef Rieger kurzfristig noch Ersatz. Der Bergläufer Florian Zeisler brachte dem Team mit Platz 31. eine recht gute Ausgangssituation. Paragleiter Jörg Lehner kämpfte sich auf Platz 26 vor. Der ebenfalls kurzfristig eingesprungene Mountainbiker Philip Handl zeigte seine gute Form und übergab als 24. an Rieger. Der Kanute Rieger zeigte wie gewohnt sein Können und brachte das Team auf Platz 22 ins Ziel. In der Einzelwertung der Profis kam er auf Platz 17.
Sven Neubauer, der das erste Mal beim Red-Bull-Dolomitenmann an den Start ging, hatte, bedingt durch seinen langsamen Bergläufer, keine perfekten Voraussetzungen. So traf er auf der Kajakstrecke auf mehrere Kontrahenten, mit denen er sich ein hartes Rennen lieferte. Acht Gegner konnte Neubauer überholen und sich somit in dem starken Starterfeld dieses Jahr auf den 21. Platz in der Einzelwertung vorkämpfen. Sein Team "Rad-Salon Mallorca" belegte Rang 98. red