Rund um das Thema Demenz, Wohnberatung und "DeinHaus 4.0 Unterfranken" drehen sich die Gespräche am Informationsstand des Pflegestützpunktes am Dienstag, 20. September, 10 bis 13 Uhr, vor dem Haupteingang des Landratsamtes. Interessierte können mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen und Fragen stellen. Sie erhalten kostenlose Informationen und Broschüren zu den genannten Themen.

Das Alter selbst einmal spüren

Zudem besteht die Möglichkeit, sich selbst einmal "alt" zu fühlen, auch wenn man noch jung ist. Mit zunehmendem Alter lassen sich körperliche Veränderungen spüren, neben der Einschränkung des Seh- und Hörvermögens können sich weitere Gebrechen bemerkbar machen. Im "Alterssimulationsanzug" lässt sich spüren, wie das Leben im Alter sein könnte. Nur wenige Minuten im Altersanzug reichen oft aus, um in die Welt eines alten Menschen einzutauchen. Die Stimmung, die sich daraus ergibt, kann man nur erahnen. Ziel der Aktion ist, Angehörige und auch sich selbst zu sensibilisieren. Demente Menschen lassen sich leichter verstehen, wenn man weiß, warum sie so reagieren, wie sie reagieren - das kann aggressives Verhalten ebenso sein wie permanente Wiederholungen von Sätzen oder Fragen.

Der Pflegestützpunkt liefert wertvolle Hilfe auf dem Weg zum Wissen zur Diagnostik rund um die Erkrankung und wie man auch mit schwierigen Verhaltensweisen umgehen kann. Weiterhin informiert der Pflegestützpunkt über Leistungen der Pflegeversicherung und vieles mehr. Die Arbeit des Pflegestützpunktes richtet sich an alle ratsuchenden Menschen aus dem Landkreis Bad Kissingen, die Fragen und Unterstützungsbedarf in Bezug auf eine bestehende oder absehbare Pflegesituation haben. Die Pflegesituation kann dabei ältere Menschen, aber auch pflegebedürftige Kinder und Jugendliche oder behinderte Menschen betreffen.

Wohnung richtig umbauen

"Schon in jungen Jahren, insbesondere beim Neubau oder bei Umbaumaßnahmen ist es sinnvoll, sich Gedanken über die Zukunft im Sinne von Barrierefreiheit zu machen", sagt Antje Rink von der Wohnberatung. Manchmal helfen schon kleine Maßnahmen, um eine deutliche Verbesserung zu erhalten, das kann eine neu angepasste Beleuchtung ebenso sein, wie das Verbreitern von Türen oder das Vermeiden von Schwellen, um den Komfort zu erhöhen. Auch Vertreter und Vertreterinnen des Projekts "DeinHaus4.0 Unterfranken" werden vor Ort sein und Fragen rund um Wohnassistenzsysteme beantworten. Im Rahmen des Projekts erhalten Interessierte jedes Alters eine unabhängige Beratung, welche Möglichkeiten Wohnassistenzsysteme für Betroffene und Angehörige bieten. Ziel ist es, durch technische Unterstützung Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit zu fördern, um möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben zu können. So könne man schon in jungen Jahren zum Beispiel bei einem Neu- oder Umbau möglichen Pflegebedarf berücksichtigen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der bayerischen Demenzwoche "Festhalten, was verbindet" statt. red