VON Detlef Kühl

Kauerndorf/Untersteinach — Viele Gäste hatten Anita und Horst Böhm aus Kauerndorf bei der Feier ihrer Goldenen Hochzeit im Untersteinacher Schützenhaus. Die große Schar der Gratulanten bewies, wie beliebt das Jubelpaar weit über seinen Heimatort hinaus ist.
Sowohl die Bergophor-Kegler als auch die Feuerwehrler und die Sänger des Gesangvereins "Fidelia" gaben sich ein Stelldichein und trugen zum Gelingen des Festes bei. Vor allem die Damen der "Kauerndorfer Rockenstube" sorgten mit mehreren Sketchen für eine heitere Stimmung, für die die Combo "Franken-Bauer" aus Trebgast den musikalischen Rahmen bot.
Anita Böhm stammt aus Putzenstein bei Thurnau, ihr Mann Horst ist ein Gastwirtssohn aus Kauerndorf. Vor gut 50 Jahren arbeiteten beide bei der Metzgerei Weiß in Kulmbach, er als Metzger, sie als Verkäuferin. Bald gingen miteinander aus. Horst führte sie zum Tanz in Presseck, und seitdem waren sie unzertrennlich.


Stolz auf zwei Enkelkinder

1965 heirateten sie standesamtlich in Kauerndorf und wurden in der St.-Oswald-Kirche in Untersteinach getraut. Das Beste, was ihnen dann passiert sei, so Anita Böhm, war die Geburt ihrer Tochter Petra. Ihr haben sie eine Enkelin und einen Enkel zu verdanken. Nachdem sie neben ihrer Arbeit in der Metzgerei für einige Jahre gemeinsam auch das Kauerndorfer Wirtshaus hatten, gaben sie dieses auf.
Horst Böhm fand als Metzgermeister bei der BUFO, dem heutigen Max-Rubner-Institut eine neue Stellung, Anita machte sich mit Floristin Liselotte Karl selbständig. "Sie kannte als Fachfrau die Blumen und ich als langjährige Verkäuferin die Leut." Mit ihrer Partnerin führte sie über 20 Jahre lang erfolgreich die "Altstadtblumen", bevor sie sich aus dem Laden zurückzog.
Das bedeutete für jedoch nicht, dass sie sich nun zur Ruhe setzen würde. Nach wie vor ist sie vor allem im sozialen Bereich aktiv. Dabei setzt sie nicht nur ihre Kenntnisse im Arrangieren von Blumengestecken und Gebinden ein, sondern hilft auch ehrenamtlich im Evangelischen Wohnstift mit, dem Alten- und Pflegeheim in der Tilsiterstraße.


Aus Dorfleben nicht wegzudenken

Ihr Mann Horst unterstützt sie bei ihren vielen Engagements, beide miteinander sind nicht wegzudenken aus dem Dorfleben. Ob Feuerwehr, Gesangverein oder Rockenstube, überall packen sie tatkräftig mit an. Da bleibt oft kaum Zeit für das große gemeinsame Hobby, das reisen. Doch immerhin konnten sie schon an Kreuzfahrten in Mittelmeer und Atlantik bis hin zum Nordkap teilnehmen.