Die Zertifizierung als "Haus der kleinen Forscher" erfolgte schon eher im Jahr, doch nun wandte sich in diesen Tagen die Führung der Schule an die Öffentlichkeit, um die Erreichung dieses Zieles bekanntzumachen. Bei einem Termin in der Lernwerkstatt der Hermann-Grosch-Grundschule präsentierte Konrektorin Anke Turek mit Schülern stolz die Ernennungsurkunde.

Anke Turek hatte zusammen mit ihrer Kollegin Anja Strobel mehrere Fortbildungen besucht, die von der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" angeboten wurden. Das Ganze mündete in die Formierung einer Arbeitsgruppe (AG) "Forschen und Entdecken", die jeweils der zweiten Jahrgangsstufe in der Lernwerkstatt der Schule angeboten wurde. Zu Beginn erfolgte auch eine Kooperation mit Kindern der Kita "Villa Kunterbunt" in Weitramsdorf. Coronabedingt musste diese Zusammenarbeit allerdings unterbrochen werden.

"Wir wollten erreichen, dass Kinder ihren Alltag mit forschenden Augen sehen", beschrieb Anke Turek den Ansatz ihres Projektes. So wurden die AG-Teilnehmer angehalten, kreativ ohne die Anleitung durch ihre Lehrerinnen Fahrzeuge zu bauen. Allen Bildungsangeboten der Stiftung liegt nämlich der Ansatz des entdeckend-forschenden Lernens zugrunde: Die Kinder gehen schrittweise eigenen Fragen und spannenden Phänomenen nach, ohne zu wissen, wie das Ergebnis ihrer Nachforschung ausfallen wird. Dabei gestalten die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte und die Kinder den Lernprozess gemeinsam. "Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen", erinnerte sich die Konrektorin. Eine Fotodokumentation wurde bei der Stiftung eingereicht, was schließlich zu der Zertifizierung führte.

Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" engagiert sich bundesweit für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) - mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. cg