Auch die heißen Tage im Sommer können den BRK-Führungskräften nichts anhaben, sie behalten auch bei 30 Grad im Schatten einen kühlen Kopf und koordinieren im Einsatz die beteiligten Kräfte des Sanitäts- und Rettungsdienstes. Häufig werden sie vor große Herausforderungen gestellt und müssen binnen Sekunden Entscheidungen treffen, die von hoher Bedeutung für einen erfolgreichen und lebensrettenden Einsatzverlauf sind.
Eine umfangreiche Aus- und Fortbildung steht zu Beginn der Tätigkeit. Beispielsweise müssen die Einsatzleiter Rettungsdienst nach einer Gesetzesänderung die Ausbildung zum Notfallsanitäter vorweisen, die allein schon drei Jahre Vollzeitausbildung mit sich bringt, und erst dann können Interessierte mit der eigentlichen Ausbildung zum Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD) beginnen. Dieser kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein erhöhter Koordinierungsbedarf im Bereich des Sanitäts- und Rettungsdienstes gegeben ist. Bespiele hierfür wären Brandeinsätze, Sucheinsätze oder Verkehrsunfälle mit mehreren gegebenenfalls eingeklemmten Personen. Während die medizinischen Einsatzkräfte die Patienten optimal versorgen, kümmert sich der Einsatzleiter Rettungsdienst darum, dass bereits die passende Klinik verständigt wird und wichtige Daten mit der Integrierten Leitstelle ausgetauscht werden.
"Wenn aber ein ganzer Reisebus verunglückt, kommt die Sanitätseinsatzleitung, bestehend aus dem Organisatorischen Einsatzleiter (OrgL) und dem Leitenden Notarzt (LNA) zum Einsatz", erklärt Volker Drexler-Löffler, Rettungsdienstleiter und zugleich Gruppensprecher der BRK-Einsatzleiter. Gemeinsam sorgen sie für eine strukturelle und optimale Versorgung von einer großen Anzahl Verletzter und Betroffener. Hierbei kümmert dich der OrgL um die organisatorische und einsatztaktische Komponente, der LNA ist der Verantwortliche für alle medizinischen Fragen.


Rasch alles organisieren

Bei einem Wohnhausbrand sind vom Sanitäts- und Rettungsdienst durchschnittlich rund 30 Einsatzkräfte gefordert. Aber auch eine Versorgung mit Essen und Getränken muss durch den Einsatzleiter organisiert werden und das oftmals innerhalb kürzester Zeit für mehr als 100 Personen.
Auf regelmäßig stattfindenden Fort- und Weiterbildungen müssen die Fachkräfte für den Einsatzführungsdienst das aktuelle Wissen erlernen und als Einsatzleiter anwenden. "Auch Terroranschläge oder Unwetter gehören zu den Themen, mit denen sich eine Führungskraft auseinandersetzen muss", erzählt Claus Weigand, selber OrgL und Leiter der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung des BRK in Coburg. "Da auch in Zukunft viele Frauen und Männer gebraucht werden, die im Einsatz ruhig bleiben und einen kühlen Kopf bewahren, wie unsere bestens ausgebildeten Einsatzleiter, würde sich das BRK immer über ehrenamtliche Unterstützung freuen. Die nötigen Infos dazu findet man unter www.brk-coburg.de", meint der Kreisbereitschaftsleiter Marcel Thein. mtbrk