Die Jahresversammlung der Görres-Gesellschaft findet in diesem Jahr unter dem Thema "Krieg und Frieden" an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg statt. Vom 28. bis 30. September tagen rund 300 Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen in 13 Sektionen.

Die Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft ist eigenen Angaben zufolge mit rund 2800 Mitgliedern eine der größten und zugleich eine der ältesten deutschen Wissenschaftsgesellschaften. Vor dem Hintergrund eines christlichen Menschenbildes und geprägt von christlicher Ethik diskutieren sie die Ergebnisse aktueller Forschungen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Alle Interessierten sind zur Tagung und zum Mitdiskutieren eingeladen.

Im Rahmen der Jahresversammlung zelebriert am Sonntag, 30. September, um 9.30 Uhr, Erzbischof Ludwig Schick einen feierlichen Gottesdienst im Dom. Im anschließenden Festakt wird der Ehrenring der Görres-Gesellschaft an Pater Hans Langendörfer SJ, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, verliehen. Die Laudatio wird der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, halten. In der anschließenden Festrede wird Prinz Asfa-Wossen Asserate auf das zentrale Thema der Jahrestagung eingehen und fragen: "Afrika wohin? Politik - Wirtschaft - Migration".

Neben dem öffentlichen Festakt und zentralen Vorträgen stehen bei der Jahrestagung die Sitzungen der einzelnen wissenschaftlichen Sektionen der Görres-Gesellschaft mit über 80 Vorträgen im Vordergrund. Die Vorträge bilden die gesamte Palette der wissenschaftlichen Vielfalt der Görres-Gesellschaft ab und widmen sich in mehreren Sektionen dem Thema "Krieg und Frieden".

So fragt die Sektion für Pädagogik nach der pädagogischen Fundierung von Krieg und Frieden, die Sektion für Geschichte beschäftigt sich mit Friedensordnungen der Neuzeit, die Sektion für Kunstgeschichte spürt dem Thema Krieg und Frieden in vormodernen Bildkünsten nach und die philologischen Sektionen befassen sich mit Inszenierungen, Reflexionen und Narrationen von Krieg und Frieden in der Literatur.

Die Görres-Gesellschaft beteiligt sich aktiv an aktuellen gesellschaftlichen Debatten. Interessierte sind zu den Sektionssitzungen und dem Rahmenprogramm eingeladen. Der Eintritt ist frei. Das Gesamtprogramm der Konferenz findet sich unter www.goerres-gesellschaft.de. red