von unserer Mitarbeiterin Gerda Völk

Kreis Lichtenfels — Manche gehen die Sache spielerisch an, andere wälzen Statistiken und wieder andere finden einen intellektuellen Zugang zum Thema. Gemeint ist der Energieförderpreis des Landkreises Lichtenfels, bei dem Kinder und Jugendliche aufgerufen werden, sich Gedanken über die "3 E" zu machen, über Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und über den Einsatz von erneuerbaren Energien.
Ein Preis, der deutschlandweit einmalig ist, wie Landrat Christian Meißner gestern bei der Vorstellung der mittlerweile elften Auflage betonte. Der Energieförderpreis wurde 2005 als Betrag zu den "Lichtenfelser Sonnentagen" aus der Taufe gehoben. "Projekte, die unmittelbar mit dem Lebensumfeld der Jugendlichen zu tun haben, sind besonders willkommen", erläuterte Michael Stromer, Leiter der Umweltstation in Weismain. Die Teilnehmer sind aufgefordert sich ihr Lebensumfeld einmal näher anzuschauen und sich mit Fragen zu beschäftigen, wo beispielsweise Energie unnötig verschwendet wird. Wo sich Einsparungspotenziale ergeben könnten oder wo erneuerbare Energien sinnvoll zum Einsatz kommen könnten.
Bei der zehnten Auflage in diesem Jahr überzeugte Hendrik Schmitt die Jury mit einer cleveren Idee zur Energieeinsparung. Der 13-Jährige hatte seinen Modellflieger vom Benzinmotor zum Elektro-Benzin-Hybridflieger umgerüstet. Erst gar keine Energie verbrauchen, oder besser noch selbst welche erzeugen war die Idee der Schülerfirma "Hot-Work" an der Pater-Lunkenbein-Mittelschule in Ebensfeld. Die Schüler hatten mit ihrem umweltfreundlichen Spielzeug die Nase vorn.

Bessere Beteiligung erhofft

Sehr zum Bedauern des Auslober hatten sich 2014 nur acht Arbeiten am Förderpreis beteiligt. Falls es an neuen Ideen mangelt, könnten laut Stromer auch Projektideen aus der Vergangenheit wieder aufgegriffen werden. Wichtig dabei ist, dass die Teilnehmer deutlich machen, dass sie sich intensiv und kreativ mit dem Thema auseinandergesetzt haben. "Ein Bezug zum eigenen Umfeld oder zu einem aktuellen Problem ist dabei hilfreich." Der Energieförderpreis dürfte auch für die Jugendgruppen der Gartenbauvereine des Landkreises interessant sein. Vor allen mit Blick auf das dörfliche Umfeld.
Auch bei der elften Auflage stehen dank der beiden Sponsoren, der Sparkasse Coburg-Lichtenfels und der Bad Staffelsteiner Firma IBC Solar AG, wieder 3000 Euro zur Verfügung. Die Höhe des jeweiligen Preisgeldes richtet sich nach Kriterien wie Alter, Qualität und Darstellung, Praxistauglichkeit sowie Neuheit und Kreativität des Projekts. Wichtig ist auch eine gute Beschreibung des Projektes. Im letzten Jahr wurden beispielsweise für einzelne Projekte Preisgelder von bis zu 500 Euro ausgegeben. Am Energieförderpreis können Einzelpersonen, Familien, Freunde, Schulklassen, Vereine, Jugendgruppen und Organisationen teilnehmen. Die Flyer mit den Teilnahmebogen liegen in allen Rathäusern, Schulen, dem Landratsamt und der Umweltstation aus. Der Einsendeschluss ist der 31. Mai 2015. Der ausgefüllte Teilnahmebogen einschließlich der Idee oder des Modells, kann entweder in der Umweltstation des Landkreises (Michael Stromer) in Weismain oder im Landratsamt, Zimmer 206, bei Martin Dirauf abgegeben werden. Die Preisübergabe ist für den 2. Juli, 17 Uhr, vorgesehen. Die Beiträge werden bei den "Lichtenfelser Sonnentagen" am 11. Juli der Öffentlichkeit gezeigt.