Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Westheim und Eschenau laden zur Einkehr, zum Gebet und zum Gespräch ein. Hierzu sind in den kommenden Wochen die beiden Gotteshäuser, die Jacobi-Kirche (Hauptstraße, Westheim) und die Dreifaltigkeitskirche (Am Kirchberg, Eschenau) tagsüber geöffnet, wie die Kirche mitteilte.

Neu ist jedoch in beiden Kirchen eine bereitgestellte Gebetbox. Wer sich nach einem gemeinsamen Gebet sehnt und mit seinen Glaubensgeschwistern dies teilen möchte, ist eingeladen, es aufzuschreiben und in die Box zu legen. Die Kirchenvorstände beider Gemeinden gewährleisten, die Gebete über ein innigliches Zeremoniell zu würdigen. Wer ein Gespräch will, kann eine Telefonnummer hinterlegen und wird angerufen.

Das momentane Spannungsfeld zwischen dem durch Vorschriften gebotenen körperlichen Abstand und der wohltuenden, erlebbaren Geborgenheit in der Glaubensgemeinschaft ist für Gläubige eine große Herausforderung und bringt sie an ihre Grenzen. "Keinesfalls", so der gemeinsame Tenor beider Kirchenvorstände, "möchten wir, indem der Gottesdienst derzeit entfällt, den Kontakt zu unseren Gemeindemitgliedern abreißen lassen. Wir sehen es als unser Amt an, Wege zu finden, die ein Miteinander, wenn dieses schon räumlich nicht möglich ist, realisieren und unseren wesentlichen Grundbedürfnissen Rechnung tragen. Das Licht der Osterkerze, das unsere Gemeinschaft trägt, das Gebet, mit dem wir uns zum Glauben bekennen, und das Glockengeläut zu den gewohnten Gottesdienstzeiten mögen Ausdruck einer Gewissheit sein, dass wir nicht alleine und im Glauben miteinander verbunden sind", heißt es. red