Für die Deutung des Namens Waldmeister gibt es verschiedene Erklärungen. In botanischen Wälzern wird er in Bezug gesetzt zu "magister" im Stellenwert von "Arzt".
Wesentlich unkomplizierter wird es erst bei der Maibowle oder der "Berliner Weiße". Am Maiwein labten sich schon im Mittelalter die Benediktinermönche und lobten die "herzerquickenden" Eigenschaften des Waldmeisters.
Der Waldmeister liebt die sonnendurchfluteten Laub- und Mischwälder am Frankenweg und die windgeschützten Hanglagen entlang der Fränkischen Linie, dem Steilabfall des Frankenwalds nach Südwesten. Kleine weiße Sterne bekrönen im Wonnemonat das zarte Kraut mit vierkantigen Stängeln und lanzettartig zugespitzten Blättern, das in den übrigen Jahreszeiten ein ausgesprochenes Schattendasein führt. Maiblume, Herzfreude und Waldmännchen wird der Waldmeister liebevoll genannt. Der Waldmeister als Heilpflanze wirkt gefäßerweiternd, entzündungshemmend und krampflösend.
Im Französischen nennt man den Waldmeister "reine des bois", Königin der Wälder. Sie soll vor bösen Geistern und unheilvollen Mächten schützen. red