von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus

Neuenmarkt — Der historische Lokschuppen des Dampflokomotiv-Museums stand am Samstag mit der Verleihung des Euregio-Egrensis-Preises 2014 im Mittelpunkt der Arbeitsgemeinschaft aus Bayern, Sachsen, Thüringen und Böhmen. Die Preise gingen heuer an Generalmusikdirektor Florian Merz aus Bad Elster, an das Ehepaar Edeltraud und Dusan Caran aus Asch/Tschechien und Altbürgermeister Hans-Joachim Goller aus Selb. Die Festrede hielt Wolfgang Schwarz, Kulturreferent im Adalbert-Stifter-Verein in München. Er stellte die Preisverleihung, die von einem Quartett des Musikvereins Ludwigschorgast umrahmt wurde, unter das Thema "25 Jahre Samtene Revolution - deutsch-tschechische Kulturbeziehungen".
Präsident Frantisek Curka erläuterte die Bedeutung des Euregio-Egrensis-Preises: "Er wird in Anerkennung hervorragender Leistungen für die Entwicklung der grenzüberschreitenden deutsch-tschechischen Zusammenarbeit, für die Festigung der Kontakte zwischen unseren beiden Völkern sowie für herausragende Aufklärungstätigkeit unter der Bevölkerung auf beiden Seiten der Grenze verliehen."
Wolfgang Schwarz erinnerte an das Drama, das sich am 11. September 1951 abspielte, als ein Zug mit 70 Stundenkilometern die Grenze bei Asch durchbrach und unweit von Selb zum Stehen kam. Die beiden Lokomotivführer suchten die Freiheit von der kommunistischen Diktatur und mit ihnen blieben 34 der 110 Passagiere im Westen. Schwarz: "Was für ein Glück, dass man heute - seit der Samtenen Revolution vor 25 Jahren - ganz normal mit dem Zug über die Grenze fahren kann."
Landrat Klaus Peter Söllner würdigte die Arbeit der Euregio Egrensis: "Aauch unser DDM ist ein Beleg für die deutsch-tschechische Zusammenarbeit." Der Dokumentationsfilm ist dank der guten Zusammenarbeit zustande gekommen. Rei.