"Im Wirtschaftsraum Coburg kämpfen sich weiterhin weite Teile der gewerblichen Wirtschaft nur mühsam aus dem durch Corona verursachten Konjunkturtal heraus. Die dritte Pandemiewelle, die für zahlreiche Branchen weiterhin geltenden Betätigungsverbote und der leider derzeit immer noch schleppende Impffortschritt bewirken, dass der konjunkturel-le Erholungsprozess, wenn überhaupt, nur langsam voranschreitet", kommentiert Friedrich Herdan, IHK-Präsident, die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK.

Zum Besseren gewendet hätten sich die Geschäfte für gewisse Branchen der Industrie. Maßgeblich hierfür seien insbesondere Impulse aus dem Export. Weniger Zufriedenheit herrsche unter den unternehmensnahen Dienstleistern.

Kein Silberstreif am Horizont

Und nach wie vor katastrophal sei das Lagebild im stationären Einzelhandel und im Gastgewerbe. Dementsprechend be-zeichneten über alle Branchen und Unternehmen hinweg nur 32 Prozent ihre wirtschaftliche Lage als "gut". Immer noch als "schlecht" bewerten aktuell 42 Prozent der Unternehmen ihre Lage.

Beim Ausblick auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten sei in der regionalen Wirtschaft zaghafter Optimismus wahrnehmbar. Aktuell überwiegen die positiven Geschäftsprognosen (31 Prozent) geringfügig die negativen Erwartungen (27 Prozent). Von einer Aufbruchsstimmung sind die heimischen Unternehmen aber weit entfernt.

Zu groß seien die Sorgen über einen andauernden diffusen Pandemieverlauf mit all seinen wirtschaftlichen Begleiterscheinungen.

Konjunkturklimaindikator

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der als Stimmungswert sowohl die aktuelle Geschäfts-lage der Unternehmen als auch ihre Geschäftserwartungen abbildet, steigt zwar um 15 Punkte auf jetzt 97, liegt damit aber weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt von 114.

"Parallel zum verbesserungswürdigen Corona-Krisen- und Wirtschaftshilfen-Management ist jetzt die Politik gefordert, Wachstumspotenziale zu heben und den Strukturwandel effi-zient, wettbewerbsneutral, ideologiefrei und technologieoffen zu ermöglichen. Dazu zählen auch im internationalen Vergleich wettbewerbsfähige Energiepreise, Sen-kung der überbordenden Steuer-, Abgaben- und Bürokratielasten, die Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren und Erhöhung des Tempos bei der Umsetzung der digitalen Agenda. All das würde zusätzliche Anreize für mehr Investitionen setzen und die Perspektiven für neues Wachstum verbessern", so Herdan abschließend. red