20 Jahre ist es her, dass das IGZ Bamberg - Zentrum für Innovation und neue Unternehmen seine Tore erstmals öffnete. Dies war Anlass, um mit der Gründerszene Bambergs, Mietern und ehemaligen Mietern, Wegbegleitern und Freunden des Gründerzentrums in der Kronacher Straße sowie Sponsoren des neuen Digitalen Gründerzentrums Lagarde 1 die Geschichte und Erfolge des IGZ Revue passieren zu lassen.

Das IGZ Bamberg ist auch nach 20 Jahren immer noch sehr attraktiv. Das wird am besten an der Raumauslastung deutlich: Während der letzten Jahre lag diese konstant über 90 Prozent. Rund 40 Unternehmen haben aktuell Räume und Produktionsflächen gemietet.

Seit 1999 konnte das IGZ mehr als acht Millionen Euro Fördergelder für weitere Projekte in der Region akquirieren. "Deshalb ist Lagarde 1, das bisher größte Projekt der IGZ Bamberg GmbH, der passende Schritt, um weiteren Raum und ein aktives Netzwerk für eine starke digitale Gründerszene in Bamberg zu schaffen", erklärte Oberbürgermeister Andreas Starke. Lagarde 1 werde deshalb nicht nur Büroräume bieten, sondern darüber hinaus auch ein ideales Umfeld für Gründer schaffen. Wohnen, Arbeit, Kultur - alles werde dort auf dem ehemaligen Kasernengelände in direkter Nachbarschaft vereint sein.

Netzwerkarbeit ist der Schlüssel zu Projektkooperationen. Im IGZ Bamberg ging es seit Beginn darum, regionale Branchen zu vernetzen, damit aus der gemeinsamen Arbeit Innovationen entstehen. Deshalb organisierte und beteiligte sich Lagarde 1 bereits an über 100 Formaten mit rund 4300 Teilnehmern, die auf diese Vernetzung abzielen - zwischen Start-ups, Unternehmen und der Universität.

Aus Fehlern Anderer lernen

Ein Beispiel ist der "Fuckup-Club": Hier sprechen Gründer von ihren gescheiterten Geschäftsideen. Daraus können andere Start-ups oder angehende Gründer lernen und infolge dessen diese Fehler vermeiden.

Oberbürgermeister Andreas Starke lobte vor allem den einzigartigen Spirit, den das IGZ seit Jahren mit den Start-ups in die Bamberger Unternehmenswelt bringt: "Optimismus, Zuversicht und Offenheit." Damit biete das IGZ den Gründern "die Chance, Gleichgesinnte zu treffen und anfängliche Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern."

Neben den Festreden gab es auch ein konkretes Erfolgsbeispiel aus der Praxis. Es zeigte exemplarisch, wie etablierte mittelständische Unternehmen von der Bamberger Start-up-Szene profitieren können: Das Hallstadter Pharma-Unternehmen Dr. R. Pfleger Arzneimittel GmbH arbeitet mit dem digitalen Start-up bytabo GmbH, das seinen Firmensitz im IGZ hat, zusammen. Ziel war es, eine App zu entwickeln und Prozesse zu optimieren. Daneben brachte die Kooperation auch eine Veränderung der Unternehmenskultur mit sich. Dieses Arbeitsklima fördere die Kreativität und den abteilungsübergreifenden Zusammenhalt bei allen Mitarbeitern. Dies verbuche Dr. Pfleger als einen großen Erfolg, sagte Personalleiter Sascha Dorsch. Netzwerkmanagement spielt eine entscheidende Rolle im Gründerzentrum und in der regionalen Wirtschaft.

Landrat Johann Kalb appellierte an alle Förderer und Gäste: "Engagieren Sie sich in Netzwerken und bei Lagarde 1!" red