"Gewerkschaft ist das Stärkste, was die Schwachen haben." Dieses Zitat des ehemaligen DGB-Vorsitzenden Michael Sommer prägte die jüngste Ehrung von langjährigen Mitgliedern der IG Metall Coburg in Rödental.
So betrachteten Jürgen Apfel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Coburg, Festrednerin Barbara Resch (Tarifkoordinatorin IG Metall), Norbert Jungkunz (katholische Betriebsseelsorge) und Stadträtin Gabriele Morper-Marr, SPD (als Vertreterin der Stadt Coburg), nicht nur die Wichtigkeit der Gewerkschaften, wenn es darum geht, die Interessen der Arbeitnehmer wahrzunehmen, sondern hoben vor allem auch die gesellschaftlichen Aspekte gewerkschaftlicher Arbeit hervor. Apfel erinnerte daran, dass sich vor 125 Jahren selbstbewusste Arbeitnehmer in der Frankfurter Paulskirche zum Deutschen Metallarbeiter Verband, dem Vorläufer der IG Metall, zusammenschlossen. Die IG Metall kann auf gut 2,3 Millionen Mitglieder zählen. 416 von ihnen standen im Fokus des Ehrungsabends der IG Metall Coburg. Sie kommen zusammen auf 16 155 Gewerkschaftsjahre. Einer von ihnen war Ferdinand Bodzech aus Kronach, der als 18-Jähriger im Jahr 1936 in die Gewerkschaft eintrat und noch heute, 80 Jahre später, fest zu seiner Entscheidung von damals steht. Auch wenn es die Geschichte nicht immer leicht gemacht habe, Gewerkschaftsmitglied zu sein, wie er sagte. Jürgen Apfel hob hervor, dass die IG Metall Coburg noch nie ein Mitglied für eine so lange Zugehörigkeit habe auszeichnen dürfen. Mit stehendem Applaus zollten die Gäste der Veranstaltung dem 98-jährigen Jubilar ihren Respekt. mr